GFO-Stammtisch am 17. September 2018

Gut zwanzig erwartungsfrohe Opernfreundinnen und –freunde fanden nach der Sommerpause an diesem Abend den Weg ins „Meiers Lebenslust“ zum ersten GFO-Stammtisch der neuen Spielzeit.

An Gesprächsthemen mangelte es wahrlich nicht: Die Eröffnungspremiere „Tristan und Isolde“ am Vortag, die Bayreuther Festspiele, das Klassik Open Air „Don Giovanni“ im Maschpark und vieles mehr.

Im Mittelpunkt standen aber wie immer unsere Gäste aus dem Opernhaus. Wir begrüßten Herrn Thomas Möllmann, Vorstand des Malsaals, aus dem künstlerischen Betriebsbüro Frau Silke Buschmann und Herrn Christoph Grasse sowie von der Bratschen-Gruppe des Staatsorchesters Frau Lucia Nell und Herrn Nir Rom Nagy. Sie alle berichteten ausführlich von ihrem beruflichen Werdegang und über den immer wieder von besonderen Erlebnissen geprägten Arbeitsalltag im Theaterbetrieb.

Herr Möllmann ist nach Tätigkeiten an verschiedenen anderen Theatern, beim Fernsehen und bei Tourneeveranstaltern vor drei Jahren nach Hannover gekommen und arbeitet hier nun für Oper und Schauspiel. Frau Buschmann leitet das künstlerische Betriebsbüro des Opernhauses und wird dabei von ihrem Kollegen Herrn Grasse tatkräftig unterstützt. Sie erstellen Probenpläne und sorgen unter anderem auch für Ersatz im Krankheitsfall. Diese Arbeit erfordert gute Nerven und Fingerspitzengefühl sowie eine gute Vernetzung mit anderen Theatern und Künstleragenturen. Frau Nell und Herr Nagy gehören dem Staatsorchester erst kurze Zeit an und absolvieren zurzeit noch ihr Probejahr. Beide haben erste Berufserfahrungen als Gast oder Aushilfe bei verschiedenen Orchestern gesammelt und sind auch als Kammermusiker tätig. Nachdem sich unsere Gäste vorgestellt hatten, ergaben sich viele intensive Einzelgespräche. Beeindruckt hat mich bei allen Gästen das „Feuer“ für ihren Beruf und ihre Liebe zum Theater.

So war auch dieser GFO-Stammtisch wieder ein gelungener Abend. Mein Dank gilt dem Service-Team von „Meiers Lebenslust“, das wie immer freundlich und geduldig unsere Wünsche erfüllte und schnell für zusätzliche Plätze am großen Tisch sorgte.

Haben auch Sie Lust, Kontakte mit Künstlern und Mitarbeitern der Staatsoper zu knüpfen? Der nächste Stammtisch findet am 7. Januar 2019 statt. Gäste sind uns immer herzlich willkommen.

Gabriele Warda

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Nachruf auf Cornelia Kesting-Then-Bergh

Der Vorstand der GFO und die ehemaligen Leiterinnen des Jugendprogramms TATORT OPER der GFO gedenken mit Dankbarkeit an Cornelia Kesting-Then-Bergh, die am 11. August 2018 verstorben ist. Frau Kesting-Then-Bergh war in ihrer langjährigen Zeit als Jugendreferentin und Theaterpädagogin an der Staatsoper Hannover immer die zentrale Ansprechpartnerin für alle Belange unseres Jugendprogramms und hat uns immer aktiv mit Rat und Tat bei der Durchführung unserer Projekte zur Seite gestanden. Besonders bei den Intendantentreffen, die ein Höhepunkt in jeder TATORT-OPER-Saison sind, und bei der Planung sowie Durchführung des großen Jugendfestes in der Staatsoper anlässlich des 20-jährigen Bestehens unseres Programms TATORT OPER im Oktober 2004 hat sie uns maßgeblich unterstützt und mit vielen anregenden Ideen zur erfolgreichen Durchführung der Veranstaltungen intensiv beigetragen.

Dr. Stephan Schmidt (für den Vorstand der GFO / Leitung TATORT OPER)

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Spannende Einblicke in eine ganz besondere Lebensweise

In Francis Poulencs Oper Dialogues des Carmélites sucht die junge Adelige Blanche Halt in der strengen Glaubensgemeinschaft von Nonnen des Karmeliter-Ordens und besteigt am Ende gemeinsam mit ihren Mitschwestern das Schafott. Eine musikalisch wie inszenatorisch bewegende und wahrlich beklemmende Erfahrung für das Publikum.

Die Opernfreundinnen und -freunde nahmen diese Opernproduktion zum Anlass, am 17. Juni 2018 einen gemeinsamen Ausflug zum Stift Fischbeck zu unternehmen. An diesem traditionsreichen Ort leben seit mehr als 1000 Jahren bis heute Frauen in christlicher Glaubensgemeinschaft zusammen.

Begrüßt wurden wir von Frau Schröder, die uns in einer fast zweistündigen Führung einen umfassenden Einblick in die lebendige Geschichte und Gegenwart des Stiftes Fischbeck gab.

Die heutigen Stiftsdamen bringen eine umfangreiche Berufs- und Lebenserfahrung mit. Alle haben sich zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens für diese Lebensweise entschieden und verleihen ihrer geistlichen Verbundenheit Ausdruck, indem sie einerseits gemeinsam beten und andererseits aktiv zum Erhalt dieses besonderen Ortes beitragen. Früher war das Stift hingegen ausschließlich für die Töchter des Landadels offen, die ihr Vermögen in das Stift einbrachten, dieses aber auch jederzeit wieder verlassen konnten.

In der Stiftskirche konnten wir eine Vielzahl von Zeitzeugen der Jahrhunderte gelebten Glaubens erleben. Der Weg durch das schöne Portal im Westwerk führte uns unter einem Tympanon aus dem 12. Jahrhundert hindurch, vorbei am Fischbecker Triumphkreuz bis hinunter in die Krypta, ein erhaltenes Zeugnis des allerersten Kirchenbaus in romanischem Baustil. Über den Kreuzgang und die Gärten kehrten wir schließlich beeindruckt zurück in die Gegenwart.

Im Anschluss an die Führung kehrten wir im nahegelegenen Café am Stift ein. Bei Kaffee und Kuchen konnten wir das Gesehene noch einmal Revue passieren lassen und uns zudem über unser Erlebnis mit Poulencs Oper austauschen. Sowohl den Besuch des Stifts als auch den Opernbesuch haben alle als eine bereichernde Erfahrung erlebt – ein wahrlich gelungener Abschluss für die Spielzeit 2017/18.

Friederike Schlömer

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Das GFO-Jugendprogramm TATORT OPER als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung

 

Das Durchschnittsalter des Opernpublikums in Deutschland steigt schneller als das der deutschen Bevölkerung insgesamt. Gleichzeitig belegen Studien, dass Besuche von Oper, Klassikkonzert, Theater und Ballett zu den am seltensten ausgeübten musikbezogenen Freizeitaktivitäten der 14 bis 24-Jährigen in Deutschland zählen. Für die Opernhäuser bedeutet das, dass sie nicht nur ihr aktuelles, sondern insbesondere auch ihr zukünftiges Publikum im Blick haben müssen, um ihre Existenz langfristig zu legitimieren und zu sichern. Kunstschaffende und Kulturmanager stehen damit vor großen Herausforderungen.

Vor mehr als 30 Jahren hat die Gesellschaft der Freunde des Opernhauses Hannover e.V. das Jugendförderprogramm TATORT OPER ins Leben gerufen, um genau dazu einen Beitrag zu leisten. In Kooperation mit den Schulen in Hannover und der Region erhalten Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Opern-AGs über einen Zeitraum von drei Jahren die Möglichkeit, didaktisch begleitet und nahezu kostenlos 18 Vorstellungen der Staatsoper Hannover zu besuchen – ein in Deutschland bis heute einzigartiges Angebot.

Eine Masterabsolventin am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover hat ihre Abschlussarbeit nun der Frage gewidmet, inwieweit das Jugendprogramm der GFO das Leben der Teilnehmer langfristig geprägt hat. Zur Beantwortung dieser Frage führte die Studentin Interviews mit ehemaligen Teilnehmern aller Generationen des Programms. Damit liegen nun wissenschaftliche Forschungsergebnisse zur Nachhaltigkeit der Bemühungen der Opernfreunde vor, die junge Generation erstens mit dem Operntheater in Kontakt zu bringen und zweitens langfristig für diese Kunstform zu begeistern.

Frau Timár kommt in ihrer 2017 durchgeführten Studie zu folgenden Ergebnissen: Die wichtigste Aufgabe des Jugendprogramms ist es, Hemmschwellen abzubauen und in das Genre Oper einzuführen. Denn viele Jugendliche begegnen dieser Kunstform zwar zunächst mit bestimmten Vorbehalten, gleichzeitig aber auch mit großer Neugier. Das Programm erreicht vor allem Schülerinnen und Schüler, die bereits musik-/kulturinteressiert sind. Das Elternhaus spielt eine wichtige Rolle für das Interesse an Musik. Die wichtigste Rolle dafür, das Interesse der Jugendlichen an der AG und der Oper zu wecken, spielen allerdings eindeutig die Musiklehrerinnen und -lehrer.

Eine Teilnahme am Jugendprogramm weckt und stärkt eindeutig das Interesse an Musiktheater und verändert das Bild, das sich die Schüler von Oper machen, ins Positive. Von den Interviewpartnern besucht die Mehrheit bis heute immer noch gelegentlich oder auch regelmäßig die Oper. 40 Prozent der Teilnehmer vermuten, dass Sie ohne die AG wahrscheinlich nie ins Opernhaus gegangen wären.

Die Opernfreunde bedanken sich herzlich bei Frau Timár für die Übermittlung ihrer Forschungsergebnisse. Besonderer Dank gilt außerdem den Leiterinnen und Leitern des Jugendprogramms und den beteiligten Musiklehreinnen und -lehrern für ihr unermüdliches Engagement. Das GFO-Jugendförderprogramm TATORT OPER trägt Früchte!

Quelle: Timár, Z. (2017). Das Jugendförderprogramm der Opernfreunde Hannover. Eine qualitative Befragung ehemaliger Teilnehmer zu ihrem Verhältnis zur Oper heute. Masterarbeit an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Lehrer, die mit ihrer Schule an TATORT OPER teilnehmen wollen und sechs Vorstellungen in der Saison besuchen möchten, können sich mit dem Leiter des Programms, Herrn Dr. Schmidt, in Kontakt setzen: stephan.schmidt@gbg-seelze.eu.

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Video zu “Dialoge der Karmelitinnen”

Am Samstag, den 2. Juni 2018 feierte Francis Poulencs Oper “Dialoge der Karmelitinnen” in der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf an unserem Opernhaus Premiere.

Hier der Link zum Video.

Und hier der Link zu einem zweiten und ausführlichen Video.

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Äußerungen von Schülern der Opern-AG der Tellkampfschule zur „Aida“ am 17. April 2018

„Ein fantastisches Stück, sehr unterhaltsam durch eine unkonventionelle Inszenierung.“
„anders, unterhaltsam, ulkig, überraschend, humorvoll, selbstkritisch, spannend, trotz eher durchschnittlicher Opernhandlung.“
„Die Oper hinterfragt sich selbst immer wieder. Man kann sich als Zuschauer nicht zurücklehnen.“
„Sehr klangvolle und schöne Musik – keine Indianermusik!“
„Die Trompeten waren sehr beeindruckend!“
„Mir hat die erste Hälfte besser gefallen, weil hier die verschiedenen multimedialen Elemente schön anzusehen waren.“
„Teilweise reizüberflutend.“
„Ich mochte musikalisch die Stelle sehr gerne, an der die zwei Gestalten mit dem Schwert aus dem Nebel kamen.“
„Das beste war die Schlammschlachtszene.“
„Die beste Oper der Saison. Es war alles dabei. Wie wunderbar, dass sich die Oper Hannover von klassischen Mustern löst und auch das junge Publikum begeistert.“

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Schülerkritiken 2017/18

„West Side Story“

von Alessandra, Jg. 12

Seit nun 60 Jahren verzaubert das Musical West Side Story Millionen von Menschen aus aller Welt, so nun auch in Hannover. Die Inszenierung von Frank Thannhäuser und Nico Rabenald hat in der Staatsoper Hannover mit einer großartigen Besetzung, von sowohl Balletttänzern als auch Musicaldarstellern, den Nagel auf den Kopf getroffen. Das Publikum ist begeistert! Von den Tanzeinlagen bis hin zum einfachen, jedoch ausdrucksstarken Bühnenbild ist in der West Side Story für jedes Alter was dabei.

Mit den englischen Songs und den deutschen Dialogen, ist dieses Musical nicht nur etwas für Opernliebhaber, sondern auch für Zuschauer die lieber Pop oder Jazz hören. Leonard Bernstein, der Komponist des Musicals, schaffte es, die (latein-) amerikanische Musik mit der westlichen Musik zu verbinden. Diese Verbindung unterstützt die Handlung, welche auf Romeo und Julia basiert, in der sich ein Paar aus verfeindeten Gangs ineinander verliebt, diese Liebe aber aufgrund der unterschiedlichen Herkunftsländer nicht erlaubt ist. So kann das Publikum in zwei Akten mit dem Liebespaar mitfiebern und gemeinsam auf ein Happy End hoffen…
Das erhoffte, glückliche Ende bleibt jedoch aus. Maria bleibt alleine, ohne Bruder und Liebhaber, zurück. Das Ende zerrt an den Nerven, da die Stille danach doch so Ohrenbetäubend ist. Der donnernde Applaus lässt dann nicht lange auf sich warten und man kann mit guten gewissen sagen, die West Side Story war und bleibt auch eins der besten Musicals der Welt.

Doch was wäre ein Musical ohne den richtigen musikalischen Flair. Das Feeling dieser sensationellen Musik greifen die Musiker unter der Leitung von Joseph R. Olefirowicz perfekt auf und verleihen damit den Tanzeinlagen noch mehr Lebhaftigkeit und Druck. Zudem wird der Zuschauer bereits am Anfang des Stückes durch provokatives Fingerschnipsen (gemeint ist das bekannte Jet-Motiv) in die Handlung eingeführt und ist sofort mit dabei.
Diese Leidenschaft im Schauspiel und Gesang passen ausgezeichnet zu der Geschichte zwischen der jungen Maria und Toni, die sich immer wieder nach einer heilen Welt ohne Streit zwischen den Jets und den Sharks sehnen. Diese Sehnsucht wird besonders im Tanz der Maria verdeutlicht.
Insgesamt ist diese Inszenierung so gut gelungen, dass die Zuschauer selbst am Ende nicht genug kriegen können und eine Zugabe wollen.
Ein Musical zum Mitfühlen und Mitsingen und mit viel Ohrwurmcharakter.

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Video zu “Aida”

»Video zu “Aida”«

Am Samstag den 14. April hat Verdis Oper Aida an unserem Opernhaus Premiere gefeiert.

Zum Video

Ein ausführliches Video mit Regisseur Kay Voges im Interview folgt!

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Intendantentreffen 2017/18

Intendantentreffen am 13. März mit Schulen des TATORT-OPER-Jugendprogramms der GFO: Gespräche über die Oper und einen notwendigen Aggressionsabbau

Traditionell treffen sich im März auf der Probebühne 2 der Staatsoper um die 140 Schülerinnen und Schüler, die mit ihren zehn Schulen an dem von der GFO geförderten Jugendprogramm TATORT OPER teilnehmen und diskutieren mit Herrn Dr. Klügl über die im Rahmen dieses Programms gemeinsam besuchten fünf Aufführungen in der Staatsoper. Dabei debattierte in diesem Jahr nicht nur der Intendant selber mit den Schülern, sondern neben ihm auch noch der Ballettdirektor Herr Mannes sowie der Tänzer Niels Funke. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Stephan Schmidt, dem Leiter des Programms.
Um die Diskussionen aufzulockern und um den Inhalt sowie Inszenierungsdetails der gesehenen Werke wieder ins Gedächtnis zu rufen, gab es vor jedem Gespräch über die besuchten Vorstellungen eine szenische Darstellung zu dem betreffenden Werk durch Schüler einer der teilnehmenden Schulen. Dabei zog das GYMNASIUM GROSSBURGWEDEL unter Frau Bleich die anwesenden Schüler u.a. in eine Verkaufsveranstaltung, in der Dulcamara aus Donizettis Liebestrank dem überrumpelten Publikum verschiedene unnütze Dinge verkaufen wollte. Die LEIBNIZSCHULE (Herr Sargaster) erinnerte mit ihrem von Schülern vorgetragenen und vom Klavier aus begleiteten Song „Vor oder zurück”, der von Band Jeremias in dem Stück Club Figaro vorgetragen wird, an die Untersicherheiten, Ängste und Probleme von Jugendlichen, die in dem Werk der Jungen Oper thematisiert werden. Das Ballet Daphnis – Lost Love von Jörg Mannes wurde durch Tanz, dessen Bedeutung durch Worte unterstützt wurden, vom HANNAH ARENDT GYMNASIUMS BARSINGHAUSEN, deren Opern-AG von Herrn Kampkötter geleitet wird, in Erinnerung gerufen. Die Rivalitäten zwischen den Gangs in Bernsteins West Side Story wurden sehr anschaulich durch die GOETHESCHULE (Frau Fuhr) präsentiert. Abschließend beleuchteten Schüler der IGS RODERBRUCH in einer kurzen Gegenüberstellung einer Szene aus Strauss’ Salome und einer fiktiven Schulstunde die Besonderheiten dieser Oper.
In den spannenden Diskussionen über die fünf Werke wurde u.a. darüber gesprochen, warum der Tanz der sieben Schleier in Salome auch von Männern getanzt wurde. Herr Klügl hob dabei hervor, dass Salome in Inszenierungen oft dämonisiert oder als femme fatale dargestellt werden würde. Mit diesem Bild wollte der Regisseur Ingo Kerkhof aufräumen, denn Salome sei die unglücklichste Figur in der Oper und zudem die authentischste Figur des Werkes. Gerade die erste Begegnung zwischen ihr und Jochanaan sei äußerst berückend.
In der Auseinandersetzung mit der West Side Story wurde u.a. erörtert, warum die Vergewaltigungsszene so realistisch dargestellt wurde, obwohl sie so explizit im Originaltext nicht vorgesehen sei. Herr Dr. Klügl verwies aber darauf, dass die Musik dieser Szene brutal sei und zudem in den 50er-Jahren (der Zeit der Uraufführung) nicht alles so drastisch gezeigt werden konnte, wie es gemeint war. Außerdem habe Theater auch eine kathartische Wirkung und diene durch das unmittelbare Erleben von Gewalt dem eigenen Aggressionsabbau, damit man Gewalt quasi nicht selbst (aus-)leben müsse.
Herr Mannes und Herr Funke machten in den Gesprächen über Daphnis – Lost Love und die Choreographie in der West Side Story deutlich, wie wichtig als Tänzer Vertrauen sei, denn eine falsche Bewegung könne unmittelbar zu Verletzungen führen – sowohl zu eigenen als auch beim Partner. Außerdem wurde hervorgehoben, dass man als Tänzer während einer Aufführung nicht mehr über einzelne Schritte nachdenke, sondern dass sie quasi im Körpergedächtnis verankert seien. Dennoch könne es aber auch zu einem Blackout kommen, der dann durch Improvisation überbrückt werden müsse. Zudem gestand Herr Funke den fragenden Schülern ganz freimütig, dass ihm Schokolade und die Routine gegen Lampenfieber helfe.

Die beliebteste Vorstellung der Schüler war in dieser Spielzeit – wie zu erwarten war – Bernsteins geniale West Side Story.

Lehrer, die mit ihrer Schule an dem nahezu kostenlosen Programm TATORT OPER der GFO teilnehmen wollen und sechs Vorstellungen in der Saison besuchen möchten, können sich mit dem Leiter des Programms, Herrn Dr. Schmidt, in Kontakt setzen: stephan.schmidt@gbg-seelze.eu.

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Video zu “Moving Lights”

»Video zu “Moving Lights”«

Am Samstag, 17. Februar 2018 feierte die Ballettproduktion “Moving Lights” mit Choreographien von Nils Christe und Jörg Mannes zu Musik von John Adams und Giovanni Sollima an unserem Opernhaus Premiere.

Hier der Link zum Video

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