GFO-Tanzworkshop “Don’t think twice”

»GFO-Tanzworkshop “Don’t think twice”«

Am 5. Februar 2017 lud Tanzpädagogin Bettina Stieler alle tanzfreudigen Opernfreunde zu einem an die Ballettproduktion Don’t think twice angelehnten Tanzworkshop in den kleinen Ballettsaal ein. Nach drei Stunden intensiver Tanzerfahrung ließen fünf der Teilnehmerinnen den Workshop bei einem kühlen Getränk in der Kantine des Opernhauses noch einmal Revue passieren:

„Ich fand es sehr anregend und es hat wieder viel Spaß gemacht. Es wurde Kreativität gefordert – mehr als ich erwartet habe. Man hat etwas für seinen Körper getan und war nicht passiv, sondern aktiv dabei.“

„Dass man selbst kreativ sein konnte, hat mir besonders gefallen. Die Ideen fand ich total spannend und anregend. Diese Vorstellung, in einer Kugel zu tanzen – das auf der Bühne zu sehen, war ja schon faszinierend. Und jetzt imaginär selbst in diese Kugel zu kriechen – das war wirklich richtig toll. Da konnte ich so richtig drin aufgehen, gerade weil ich ja schon eine Idee dazu hatte. Bettina macht das sehr nett und sehr anregend. Sie ermutigt einen gut.“

„Und sie hat auch diese Spannbreite gut bewältigt – bei einer Gruppe, in der einige nur ganz wenig und andere ganz viel Tanzerfahrung mitbringen.“

„Das alles so unter einen Hut zu bringen, die verschiedenen Altersgruppen, den unterschiedlichen Erfahrungsschatz, den wir mitbringen, und was unsere Wünsche sind. Angefangen haben wir mit Imitation, wo wir Dinge nachgemacht haben. Aber es folgte auch Improvisation – kreative Gestaltung. Alles sehr schön heruntergebrochen für uns Laien, so dass jeder mitmachen konnte auf seinem Niveau. Jeder konnte für sich entscheiden, wie weit er geht, ob er alle Ebenen oder nur eine Ebene benutzt, ob er ins Schwitzen kommt oder nicht.“

„Die einen können mehr, die anderen können weniger. Das alles hat Bettina sehr gut aufgefangen mit ihrer frischen Art, jedem Mut zu machen. Auch mir, so dass ich mir gesagt habe, jetzt hole ich mal alles aus mir heraus. Und dafür bedanke ich mich herzlich bei Bettina, aber auch bei Frau Schlömer und der GFO, dass so etwas überhaupt angeboten wird.“

„Zu verbessern gibt es eigentlich nur, dass es öfter stattfinden könnte. Und bei der Grundidee sollte man bleiben: in das Bewegungsrepertoire eines Stücks oder, was man ja auch machen könnte, eines Choreographen einzusteigen. Also nicht – man macht mal irgendwie einen Workshop – sondern, dass es Parameter gibt, an denen entlang gearbeitet wird. Also wenn das bliebe, entweder ein inhaltliches Sujet oder ein Bewegungsrepertoire als Grundlage, auf der gearbeitet wird, ich finde das wäre gut.“

„Das möchte ich auch noch einmal bestärken. Diesen thematischen Zusammenhang finde ich total super. Eine klasse Idee, uns, die wir das Stück schon ein bisschen kannten, die Impulse zu geben und uns dann wirklich selbst daran arbeiten zu lassen. Und dabei haben wir wirklich Szenen selbst kreiert mit unseren Bewegungen, also eine eigene Choreographie entwickelt.“

„Und ich hab immer auch das Gefühl, dass ich, wenn ich solche Sachen mitmache, das Stück noch einmal ganz anders durchdringe. Man kommt an das Stück noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise heran. Auch noch einmal darüber zu philosophieren: Don’t think twice – it‘s alright. Ich habe heute für mich eine neue Möglichkeit entdeckt, dieses Stück, das ich schon gesehen habe, noch einmal ganz anders wahrzunehmen. Ich gehe noch einmal rein, um diese andere Sicht zu haben.“

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Besuch der Bühnenorchesterprobe “Der fliegende Holländer”

»Besuch der Bühnenorchesterprobe “Der fliegende Holländer”«

Wie immer begann der Probenbesuch mit einer ausführlichen Einführung: Dramaturg Christopher Baumann berichtete über die Entstehungsgeschichte der Oper und ihre historische Einordnung vor dem Hintergrund der Lebenssituation Richard Wagners.
Die Staatsoper Hannover spielt die Fassung von 1864 (mit „Erlösungsschluss“).
In dieser Oper spielt der Chor eine wichtige Rolle und an diesem Samstagmorgen wurde gezielt an den Chorszenen gearbeitet. In der Kulisse eines tsunamigezeichneten Gebäudes fiel es kaum auf, dass die Mitglieder des Haus- und Extrachores in privater Garderobe probten. Man darf gespannt sein, welchen Effekt dies haben wird, wenn diese Menschenmenge in Maske und Kostüm auftritt.

Es erklangen im Vorfeld mit dem Chor des Hauses aufgenommene Tonaufnahmen, die den Holländer-(Geister-)Chor repräsentierten und in die Live-Situation eingefügt wurden. Nach intensiver Arbeit an der Synchronität und dem Auspegeln der optimalen Lautstärke erzeugte dies ein gelungenes Zusammenspiel von Klangeindrücken mit direktem und entfernterem Charakter. Wie Christopher Baumann später erklärte, machen die Dialoge zwischen den Norwegern und der Besatzung des Holländers immer eine Grundsatzentscheidung erforderlich: Alles live bedeutet, dass man den Chor aufteilen muss. Dadurch wirken aber beide Seiten zwangsläufig weniger kraftvoll. Der Einsatz von Technik ermöglicht volle Kraft, verändert aber wiederum die Probenarbeit und erleichtert diese nicht unbedingt. Unter der lebendigen Anleitung von Ivan Repušić gelang das Zusammenspiel von Orchester und Tonaufnahme schnell sehr gut und veranlasste Chor und Probenbesucher zu Applaus. Im weiteren Probenverlauf legte Ivan Repušić besonderen Wert auf die Textverständlichkeit und verwendete viel Zeit auf Einsätze und Details.

In der Probenpause nahm sich Bernd Mottl die Zeit, uns sein Regiekonzept zu erläutern. Er erklärte, dass er die Naturgewalten und ihre Wirkung auf den Menschen zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen gemacht habe. Im Laufe des Gesprächs zeigte sich, dass jeder Probenbesucher ganz eigene Eindrücke von der auf der Bühne dargestellten Situation gewonnen hatte. Mancher hatte eine Schiffskatastrophe, andere ein überflutetes Luxushotel vor Augen. Gelobt wurde die unglaubliche Spannung, die Musik und Bühnengeschehen bereits in dieser Probenphase erzeugen konnten.

Ein Gedanke, der mir beim Schreiben dieses Berichtes kam: Den fliegenden Holländer gibt es wirklich: Die Seeleute aus allen Erdteilen dieser Welt, die an Bord der Containerschiffe ihrer Arbeit nachgehen und über lange Phasen tatsächlich keine Möglichkeit haben, an Land zu gehen.

Obwohl unter anderem Licht und Kostüme noch fehlten, gingen die Opernfreunde nach diesem Vormittag beeindruckt und berührt nach Hause. Die Spannung und Vorfreude auf die Premiere ist groß.

Im Namen des GFO-Vorstandes bedanke ich mich bei Herrn Baumann, Herrn Mottl und allen Mitarbeitern der Oper, die uns immer wieder diese spannenden Probenbesuche ermöglichen. Es ist ein großes Privileg, welches wir sehr zu schätzen wissen.

Gabriele Warda

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GFO-Stammtisch am 17.1.2017 im Meiers Lebenslust

»GFO-Stammtisch am 17.1.2017 im Meiers Lebenslust«

An diesem Abend begrüßten zahlreiche gutgelaunte Opernfreunde als Gäste das Ehepaar Johanna und Thomas Held. Frau Held ist inzwischen fast 30 Jahre als Bratschistin und Herr Held seit fast 40 Jahren als Fagottist im Orchester des Opernhauses tätig. Beide berichteten sehr ausführlich über ihre Arbeit im Orchester, die Freude über den neuen GMD Ivan Repušić und lobten die gute Zusammenarbeit und Atmosphäre an “unserer” Oper.
Natürlich wurde auch über alte Zeiten gesprochen: Was war gut (oder früher besser als heute), was war nicht so schön. Im Rückblick fielen unter anderem Namen wie George A. Albrecht, Christof Prick, Christian Tielemann – ja, “der” Thielemann war am Beginn seiner Laufbahn kurze Zeit als Korrepetitor und Kapellmeister in Hannover engagiert.
Frau und Herr Held erwähnten auch Opern, die sie trotz ihrer langen Berufstätigkeit noch nie gespielt haben: z. B. “Die schweigsame Frau” und “Arabella” von Richard Strauss.
Das Musikergen ist bei Familie Held weiter vererbt worden: der Sohn ist begeisterter Chorsänger (beruflich als Jurist tätig) und die Tochter studiert Gesang in Berlin. Vielleicht begrüßen wir ja in einiger Zeit eine Sängerin namens Katharina Held hier bei uns.
Es wurde sehr lebhaft über “moderne” Inszenierungen diskutiert: u.a. über die Neuinszenierungen von “Die verkaufte Braut”, “Der Freischütz” und “Candide”.
Ich danke Johanna und Thomas Held sowie allen Musik- und Opernfreunden für einen fröhlichen, anregenden Abend. Der Dank schließt auch das flotte Team von “Meiers Lebenslust” ein!
Ist Ihre Neugierde geweckt? Dann besuchen sie gerne den nächsten GFO-Stammtisch am 16. Mai 2017. Gäste sind jederzeit herzlich willkommen. Wir freuen uns auf Sie!

Gabriele Warda

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„Katzenmusik“ – Begegnungen mit der Oper „Die englische Katze“ -

»„Katzenmusik“
- Begegnungen mit der Oper „Die englische Katze“ -
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Am 21. November erwartete uns GFO-Mitglieder wieder einmal ein spannender Probenbesuch – diesmal eine Bühnenorchesterprobe der Oper „Die englische Katze“ von Hans Werner Henze. Uraufgeführt im Jahre 1983 und ein Jahr später in Hannover schon einmal gespielt, war das Stück den meisten von uns – auch mir – eher unbekannt. Dank der Einführung von Dr. Klaus Angermann waren wir jedoch gut vorbereitet.

Wir sahen bei der Probe einen Durchlauf des 1. Aktes und waren sogleich alle begeistert vom Bühnenbild, das bereits einen ziemlich kompletten Eindruck hinterließ. Die Musik war mir beim ersten Hören zunächst etwas fremd. Was mich jedoch von Anfang an faszinierte, war die Begeisterung der Sänger an dem Stück, die sich unmittelbar aufs Publikum übertrug. Die meisten Kostüme waren bereits mehr oder weniger zu erkennen, so dass man eine recht gute Vorstellung von dem Endprodukt gewinnen konnte. Kapellmeister Mark Rohde korrigierte das Eine oder Andere, ließ aber meist längere Passagen am Stück spielen, was uns mit der Musik zunehmend vertraut machte. Im Pausengespräch schilderte uns die Regisseurin Dagmar Schlingmann (ab der kommenden Spielzeit übrigens Intendantin des Staatstheaters Braunschweig) ihre Sicht auf das Stück und war sehr interessiert, unsere Fragen und Gedanken zur Inszenierung zu hören. Der Probenbesuch hatte meine Neugier auf die Aufführung auf jeden Fall geweckt.

Bei der Premiere am 26. November war ich dann einfach nur noch begeistert von Musik und Inszenierung. Wunderbar fand ich auch die angedeuteten Katzenohren bei den Frisuren der Sänger und die viktorianischen Kostüme. Für mich war sogleich klar, dass ich das Stück noch einmal erleben musste. Am 21. Dezember sah ich dann wiederum eine herrliche Aufführung. Im Anschluss hörte ich gemeinsam mit weiteren Interessierten einen Vortrag des Henze-Experten Dr. Jens Rosteck „Hans Werner Henze – der mediterrane Deutsche“. Dr. Rosteck ergänzte seinen sehr informativen und anschaulichen Vortrag durch passende Fotos und verstand es, dem Publikum den Komponisten und sein Werk noch näher zu bringen.

Ich kann diese Produktion wärmstens empfehlen. Schade, dass das Werk so selten gespielt wird.

Susanne Weisgerber

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»GFO-Schüler erleben Puccinis Manon Lescaut«

»GFO-Schüler erleben Puccinis Manon Lescaut«

Eines der zentralen Ziele der GFO ist es, mit dem vor über 30 Jahren gegründeten Jugendprogramm TATORT OPER Schülerinnen und Schüler für Oper zu begeistern. In jeder Saison werden deshalb für die 10 Schulen aus Hannover und dem Umland, die jeweils mit 14 Schülerinnen und Schülern an dem Programm teilnehmen, sechs Opernbesuche finanziert.

Am 1. Dezember besuchten die 140 Schülerinnen und Schüler im Rahmen von TATORT OPER mit Puccinis Manon Lescaut bereits die dritte Aufführung (nach Mozarts Titus und dem Ballett Schubert von Jörg Mannes). Puccinis frühes Meisterwerk hat die Schüler mit seiner emotionalen Musik sowie der dramatischen Handlung unmittelbar angesprochen. Für viele war die Aufführung ein großes Highlight.

Sehr spannend und aufschlussreich ist in den Nachbesprechungen der einzelnen Besuche, wie differenziert die Jugendlichen das Erlebte beschreiben und auf welche Aspekte des Gesehenen sie sich überhaupt konzentrieren.

So beleuchtet Margarethe, die den 11. Jahrgang der St. Ursula-Schule besucht, z. B. sehr genau, wie Manons Kleidung und ihre sich ändernde Haarfarbe Aufschluss über ihren Charakter geben: „Besonders eindrucksvoll ist für mich die Inszenierung des 2. Aktes. Die gesamte Kulisse ist schwarz: Das Bett ist schwarz, schwarz-silber glitzernde Vorhänge hängen herab, der Boden ist schwarz, die Treppe ist schwarz – alles ist schwarz. Auch die Angestellten sind schwarz gekleidet, Geronte und seine Gesellschaft erscheinen ebenfalls in schwarzen Kostümen. Und mitten in dieser dunklen aber edlen Welt ist Manon Lescaut in ihrem gold-gelben, leuchtenden Kleid. Sie sticht hervor und das warme leuchtende Gelb bildet einen starken Kontrast zu ihrem Umfeld. Dennoch steht ihr Kleid nicht im Widerspruch zu ihrer Umgebung, denn es ist golden und damit so edel wie die silber-schimmernden Gegenstände im Raum. Aus diesem Grund drückt Manons Kleid viel über ihren Charakter aus: Sie lebt bei Geronte im Reichtum und liebt diesen Prunk. So ist sie in diesem Haus nicht fremd, sondern passt sehr gut in diese edlen Verhältnisse. Aber dennoch ist sie anders als die anderen reichen Leute im Palast. Die Wärme, die ihr Kleid ausstrahlt, steht für Gefühl, für die Liebe. Anders als die anderen sehnt sie sich nicht nur nach Prunk, sondern sie verspürt Sehnsucht nach Liebe. Interessant ist auch die Haarfarbe von Manon: Manon Lescaut hat braunes Haar, doch während des zweiten Aktes sind ihre Haare grau. Sicherlich war es zu der damaligen Zeit vornehm, graue Haare zu tragen. Aber ich interpretiere das wie folgt: Die Haarfarbe steht für Manons Jugend und Leidenschaft. Während sie mit Des Grieux zusammen ist, blüht sie auf, ist jung und lebensfroh. Im Palast sind ihre Haare grau, weil sie dort nicht dieses erfrischende und jugendliche Gefühl von Liebe verspürt. Ihr Leben im Palast befriedigt zwar ihr Bedürfnis nach Wohlstand, aber ihr Verlangen nach Emotionen und Leidenschaft bleibt ungestillt. Als Manon sich in Gefangenschaft befindet, sind ihre Haare wieder braun, als Ausdruck für ihr durch Liebe und Leidenschaft geprägtes Handeln.“

Sehr vielsagend ist auch die Kritik von Maria, die aus Argentinien stammt und zurzeit in den 12. Jahrgang der St. Ursula-Schule geht. Sie beneidet ihre deutschen Mitschüler: „In meiner Stadt in Argentinien gibt es keine Oper und deswegen war dieser Opernbesuch für mich ein ganz besonders großes Erlebnis und ich finde es toll, dass Schüler hier so in die Oper gehen können. Ich fand das ganze Stück großartig, richtig gut und in jeder Hinsicht gelungen!“
Die Kritiken der zwei Schülerinnen verdeutlichen sehr eindringlich, wie emotional berührend Oper für Schüler sein kann und wie lohnend und bereichernd es ist, junge Menschen an diese vielfältige Gattung heranzuführen.

Schulen, die an dem nahezu kostenlosen Programm teilnehmen wollen, können sich an den Leiter von TATORT OPER, Dr. Stephan Schmidt, wenden: stephan.schmidt@gbg-seelze.eu.

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GFO-Künstlerlunch im Luisenhof

»GFO-Lunch im Luisenhof«

Am 13. November trafen sich wieder einmal gut 40 GFO-Mitglieder, um gemeinsam mit Künstlern/Mitarbeitern des Opernhauses bei gutem Essen und interessanten Gesprächen einige unterhaltsame Stunden zu verbringen.

Alle Gäste erzählten sehr anschaulich von ihrem Werdegang und ihrer Arbeit in Hannover. So schilderten die Orchestermitglieder Sigrun Thielmann und Philipp Kohnke spannende Proben- und Konzerterlebnisse. Die beiden Solistinnen der Jungen Oper Ylva Stenberg und Marlene Gaßner berichteten lebhaft von ihren ersten Bühnenerfahrungen neben dem Studium. Frank Schneiders – seit nunmehr 24 Jahren im Ensemble – erzählte sehr unterhaltsam von seiner Arbeit mit einem großen Repertoire, die auch immer wieder neue Herausforderungen bringt. Maike Fölling, Leiterin der Musiktheaterpädagogik und der Jungen Oper, war – ebenso wie Philipp Kohnke – direkt vom Kinderkonzert zu uns gestoßen. Und der Korrepetitor Maxime Perrin erzählte ebenfalls sehr anschaulich von seinem Klavierstudium in Leipzig und dem anschließenden Masterstudium für Opernkorrepetition an der Musikhochschule Hannover.

Es ist immer wieder schön zu erleben, wie aufgeschlossen die Künstler und Mitarbeiter des Opernhauses uns GFO-Mitgliedern gegenüber sind und wie sehr sie sich über die Unterstützung der GFO freuen. Es war einmal mehr ein Vormittag, von dem man viele schöne Eindrücke mit nach Hause nahm.

Der nächste GFO-Lunch findet am 30. April 2017 statt. Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

Susanne Weisgerber


(Fotos und Copyright: Hans-Peter Möller)

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GFO- Stammtisch am 18. Oktober 2016

»GFO- Stammtisch am 18. Oktober 2016«

In guter Stimmung trafen sich 25 Opernfans zum ersten Stammtisch in der Spielzeit 2016/2017. Als Gäste begrüßen wir Marion Zander (Cello) und Olof von Gagern (Bratsche) vom Niedersächsischen Staatsorchester sowie den Bariton Frank Schneiders.
Schnell entwickelten sich lebhafte Gespräche unter den Anwesenden. Die vielfältig: das Probespiel für eine Orchesterstelle, der Spielplan (warum fehlt die deutsche Spieloper?), die Arbeitsbedingungen im Orchester und im Ensemble (wie werden Dienste eingeteilt?), Lieblingsstücke, die Umstellung vom Studentendasein zur praktischen Arbeit am Theater und vieles mehr.
Als „Neuling“ lobte Herr von Gagern die gute Stimmung und Aufnahme im Orchester. Herr Schneiders berichtete sehr anschaulich von seiner langen Berufspraxis (er ist seit 20 Jahren in Hannover engagiert). Sein Repertoire reicht von Wagner(Klingsor) über Mozart (Don Alfonso) bis Bernstein (Voltaire in Candide). Gefragt nach seiner Traum-/Wunschrolle antwortete Herr Schneiders: Don Pasquale von Donizetti. Wir drücken die Daumen!
Möchten auch Sie unsere Künstler näher kennen lernen? Dann besuchen Sie doch einen unserer Stammtische. Die nächsten Termine sind der 17. Januar und 16. Mai 2017. Gäste sind herzlich willkommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Gabriel Warda


(Fotos und Copyright: Dieter Gebhardt)

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Besuch der Bühnenorchesterprobe Die verkaufte Braut am 24. Oktober 2016

»Besuch der Bühnenorchesterprobe Die verkaufte Braut am 24. Oktober 2016«

Zu Beginn informierte uns Frau Mieszkowski, die die Produktion als Dramaturgin betreut, über den Inhalt und die Entstehungsgeschichte der Oper. Außerdem erläuterte sie das Regie-Konzept von Martin G. Berger.
Wer die Arbeiten von Herrn Berger, hier am Haus waren es Die Fledermaus und Orlando (Junge Oper), kennt, erwartet keine „normale“ Inszenierung. Auch ein Artikel in der „Spielzeit“ weist darauf hin. Herr Berger hat eine Rahmenhandlung in Form einer TV-Show erfunden. Es gibt aufwendige Live-Video-Projektionen und das Publikum wird zum Mitmachen aufgefordert.
Frau Mieszkowski erwähnt auch die intensive Orchesterarbeit – z. B. hat Herr Reiners eine Orchesterprobe nur für die Ouvertüre angesetzt.
Die Probe hinterlässt bei mir einen unruhigen und unfertigen Eindruck der Produktion. Herr Berger versichert uns in der Pause aber, dass dieses bis zur Premiere geändert wird. Das wird bestimmt noch sehr viel Arbeit für alle Beteiligten.

Gabriele Warda

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Besuch der Bühnenorchesterprobe „Manon Lescaut“

»Besuch der Bühnenorchesterprobe „Manon Lescaut“«

Am 5. September war es wieder so weit. Knapp 100 GFO-Mitglieder waren der Einladung des Opernhauses gefolgt und kamen zum Probenbesuch.

Herr Dr. Angermann gab zunächst eine Einführung in das Werk und in die Produktion. Wir erfuhren einiges über die Entstehungsgeschichte und über das Regiekonzept von Olivier Tambosi, der am hannoverschen Opernhaus längst kein Unbekannter mehr ist.

Dann begann die Bühnenorchesterprobe. Wir sahen praktisch einen Durchlauf des 1. und 2. Aktes. Der Dirigent Alexander Drcar unterbrach nur selten, um eine Passage zu korrigieren. So konnten wir bereits einen tollen Eindruck von der Musik gewinnen. Mich erinnerte der 1. Akt sehr an den 2. Akt von „La Bohème“ mit seinen vielen kleinen Einzelgeschichten, die alle entsprechend musikalisch charakterisiert werden. Einige der Sänger trugen bereits fast fertige Kostüme, sodass man auch hier einen guten Eindruck gewinnen konnte.

In der Pause hatten wir Gelegenheit, Herrn Dr. Angermann unsere Gedanken zu schildern und Fragen zur Inszenierung zu stellen. Wir alle gingen danach sehr neugierig auf das gesamte Stück nach Hause.

Vielen Dank an das Opernhaus für den interessanten Probenbesuch.

Susanne Weisgerber

(Fotos und Copyright: Friederike Schlömer)

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GFO-Sommerreise zum Schloss Marienburg

»GFO-Sommerreise zum Schloss Marienburg«

Samstag, 18. Juni 2016: 23 gutgelaunte Opernfreunde treffen sich am ZOB Hannover. Da noch Zeit bis zur Abfahrt ist, beobachten wir das rege Treiben bei An- und Abfahrt der Fernbusse. Kurz kommt der Gedanke auf, nicht die Buslinie 3007310 – Pattensen – Schulenburg – sondern den Fernbus nach Paris zu besteigen, aber die Tour durch das frühsommerliche Calenberger Land macht großen Spaß.
Auf der Marienburg erwartete uns eine sehr kompetente und charmante Mitarbeiterin des Museums, die uns durch die Sonderausstellung „Der Weg zur Krone“ (300 Jahre Personalunion Großbritannien – Königreich Hannover) sowie durch die Wohnräume und die Bibliothek der königlichen Familie führte. Zum Besichtigungsprogramm zählten auch die Schlosskapelle und die noch vollständig erhaltene Schlossküche in den Kellerräumen mit zahlreichen Küchengeräten aus Kupfer (u.a. 365 Backformen!).
Zum Abschluss traf sich die Gruppe im romantischen Schlosshof zu einer gemütlichen Kaffee- und Plauderrunde.
Herzlich bedanke ich mich, auch im Namen des GFO-Vorstandes, bei Frau Schlömer, die den Ausflug mit viel Herz und Liebe organisiert hat.
Mein persönliches Fazit: Ein wunderbarer Tag, an dem ich neue, sehr sympathische Menschen kennenlernen durfte. Ich freue mich auf ein Wiedersehen in der Oper und vielleicht bei einem weiteren Ausflug im Sommer 2017. Anregungen werden gerne angenommen.

Gabriele Warda


(Fotos und Copyright: Friederike Schlömer)

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