GFO-Ausflug nach Bodenwerder

38 Opernfreundinnen und -freunde trafen sich am 23. Juni 2019 zu einem gemeinsamen Ausflug in die Münchhausenstadt Bodenwerder.
Bei schönstem Wetter erhielten wir zuerst spannende Einblicke in die Geschichte der Stadt und konnten, gestärkt nach einem leckeren Mittagessen, am Nachmittag im Rathauspark dem leibhaftigen Lügenbaron und seinen Zeitgenossen begegnen. Ein schöner Tag, für den wir uns herzlich bei unserem netten Busfahrer Robert, unserer kundigen Stadtführerin, dem Team des Restaurant Parga, dem Ensemble des Münchhausen-Musicals und natürlich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich bedanken. Wir freuen uns auf die kommende Opernsaison mit vielen besonderen Erlebnissen. Ein gemeinsamer Ausflug wird bestimmt wieder dazu gehören.

(Fotos und Copyright: Friederike Schlömer)

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Mitgliederversammlung 2019

Bei der heutigen Mitgliederversammlung wurde Johanna Paulmann-Heinke als neue Vorstandsvorsitzende gewählt.
Als neues Vorstandsmitglied begrüßen wir außerdem Herrn Dr. Heiko Jacobs sowie Herrn Jürgen Puls und Herrn Hans-Joachim Riehn als neue Mitglieder des Beirats. Vorstand und Beirat freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit mit Laura Berman und ihrem Team.
An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei Christoph Trestler, der den Verein viele Jahre als Vorstandsvorsitzender nach innen und außen vertreten und wesentlich zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der GFO beigetragen hat.

v.l.n.r.: Hans-Joachim Riehn, Olaf-Alexander Wiedemann, Jürgen Puls, Dr. Heiko Jacobs, Johanna Paulmann-Heinke, Susanne Weisgerber, Laura Berman, Gabriele Warda, Andrea Möller, Dr. Stephan Schmidt
(Foto und Copyright: Friederike Schlömer)

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GFO-Stammtisch am 3. Juni 2019


Auch zum letzten Stammtisch der Saison begrüßten wir wieder sehr nette und gesprächige Gäste von der Staatsoper. Frau Swantje Köhnecke, Dramaturgin, Herrn Hans-Christian Euler, 1. Violine Orchester, Herrn Martin Kreilkamp, Chorsänger und Herrn Patrick Jones, Chorsänger.
Alle berichteten sehr ausführlich über ihren beruflichen Werdegang und ihre Arbeit am Opernhaus. Es entwickelte sich ein lebhafter Gedankenaustausch über Intendantenwechsel, Spielplangestaltung, Kulturpolitik sowie das Dauerthema „Wie interessieren wir junge Leute für Oper, Theater, klassische Musik und Kunst?“.
Das gute Betriebs- und Arbeitsklima an der Staatsoper wurde auch dieses Mal ausdrücklich hervorgehoben, was wir als Besucher der Vorstellungen ja auch spüren können.
Ein großes Lob und Dankeschön geht an das Serviceteam von „Meiers Lebenslust“ das uns wie immer freundlich und geduldig bewirtet hat.

Gabriele Warda

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Eine broadwayreife Leistung!

Die GFO gratuliert dem Produktionsteam West Side Story herzlich zu der wohlverdienten Auszeichnung mit dem GFO-Wanderpreis als beste Neuinszenierung der Spielzeit 2017/18.

Mit großer Freude begrüßte der GFO-Vorstand am 25. Mai 2019 im Anschluss an eine ausverkaufte Vorstellung die Künstlerinnen und Künstler im Laves-Foyer. Unter begeistertem Applaus des Publikums überreichte Susanne Weisgerber den Preis stellvertretend an das Ensemble.

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Die Intendanz von Dr. Michael Klügl

Die Intendanz von Dr. Michael Klügl

… für eines der schönsten Opernhäuser in Deutschland laut eigener Aussage. Wenn man seine 13 Spielzeiten miterlebt, kann man die 13 durchaus als Glückszahl ansehen. Mit einem vielseitigen Spielplan und hochwertigen Aufführungen gelang es kurzfristig, die durch den Vorgänger abgestürzten Besucherzahlen zu normalisieren.

Als ständiger Besucher seit anno 1958 und „Überlebender“ von vier Intendanzen möchte ich als größte Leistung die „Komposition“ des bisher besten Ensembles anerkennen. Über Jahre hinweg konnten sich viele Stimmen weiterentwickeln und uns so begeistern.

Auch bei der Auswahl der Regisseure hatte Dr. Klügl überwiegend ein „gutes Händchen“. So fiel es uns GFO-Mitgliedern stets leicht, jede Spielzeit den Wanderpreis Harfe zu verleihen. Sicherlich hätte man mehr als eine Inszenierung pro Spielzeit auszeichnen können. Deshalb erlaube ich mir, für die ersten zwölf Spielzeiten 24 Werke zu benennen. Dies gibt mir auch Gelegenheit, jeweils eine Interpretin oder einen Interpreten hinzuzufügen, der im genannten Werk Außergewöhnliches leistete.

Aci, Galatea e Polifemo: Carmen Fuggiss
Anatevka: Roland Wagenführer
Candide: Frank Schneiders
Carmen: Khatuna Mikaberidze
Cavalleria Rusticana: Monika Walerowicz
Dialoge der Karmelitinnen: Dorothea Maria Marx
Don Carlos: Tobias Schabel
Falstaff: Stefan Adam
Die Fledermaus: Mareike Morr
Jenůfa: Kelly God
Lady Macbeth von Mzensk: Per Bach Nissen
Manon Lescaut: Karine Babajanyan
Ein Maskenball: Rafael Rojas
Mefistofele: Shavleg Armasi
Otello: Brigitte Hahn
Reise nach Reims: Ania Vegry
Das Rheingold: Robert Künzli
Salome: Brian Davis
Die Teufel von Loudun: Julie-Marie Sundal
Aus einem Totenhaus: Stefan Zenkl
La traviata: Nicole Chevalier
Wilhelm Tell: Sung-Keun Park
Der Rosenkavalier: Albert Pesendorfer
Werther: Philipp Heo

Ich bitte um Verständnis, wenn ich bei dieser Vorgehensweise nicht alle Künstler berücksichtigen konnte.

Die Zusammenarbeit mit der GFO gestaltete sich optimal, dies zeigte sich insbesondere bei der Nachwuchsförderung „Tatort Oper“. Ein sehr positiver Beitrag war auch die Gründung der Jungen Oper. Frau Dr. Preissinger verpflichtete zu den Stiftungskonzerten, mit denen jeweils die neue Spielzeit eröffnet wurde, internationale Stars. Ebenso für die Festlichen Opernabende. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die Weihnachtskonzerte der Stiftung Orchester des Ehepaares Furch. Die Dramaturgen vermitteln vor den Aufführungen interessantes Wissen, besonders hervorstechend Dr. Klaus Angermanns Moderationen.

Unter den drei Generalmusikdirektoren Wolfgang Bozic, Karen Kamensek – vor allem durch Ivan Repušić entwickelte unser Orchester von Jahr zu Jahr Höchstleistungen. Stellvertretend für viele weitere Kollegen mochte och Mark Rohde nennen, der mit vielseitigen Dirigaten überzeugt. Bei den Sinfoniekonzerten kommt es besonders in den letzten Jahren – auch durch die Verpflichtung namhafter Gastdirigenten und Solisten – zunehmend zu ausverkauften Vorstellungen.

Beim Ballett hat Jörg Mannes mit seinen Produktionen stets Aug‘ (Choreografie – Bühne – Kostüme) und Ohr (mitreißende Musikauswahl) verwöhnt. Ich beklage ausdrücklich, dass dies nun vorbei sein soll.

Die Führungskräfte des Hauses zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie gute Kontakte zu ihrem Publikum unterhalten und auf Anregungen und konstruktive Kritik reagieren.

Selten hat man so viele auswärtige Kfz-Kennzeichen in der Opernhaus-Tiefgarage gesehen, wie an den Opernball-Tagen. Wo findet man sonst an zwei Abenden jährlich wechselnde Themenwelten?

Die totale Auflösung des Sängerensembles und des Balletts hätte man gut durch eine mögliche Verlängerung mit Dr. Klügl verschieben können. Zitat aus der HAZ vom 29.08.2018: „Wenn man mir eine neue Intendanz anböte, würde ich nicht NEIN sagen.“ So wird der geschätzte Intendant große Spuren hinterlassen. Mit besonderer Spannung blicke ich daher in die Zukunft unseres geliebten Hauses.

Folker Konrad

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Künstlerlunch im Luisenhof

Künstlerlunch im Luisenhof

Zum zweiten Künstlerlunch dieser Spielzeit am 28. April 2019 waren wieder 45 GFO-Mitglieder gekommen, um sich mit Künstlern des Opernhauses bei leckerem Essen auszutauschen und Neues über den Beruf des Sängers, Musikers oder Regisseurs zu erfahren.
Karine Babajanyan war der Einladung gefolgt und berichtete lebhaft von ihrem Sängerinnenberuf, der sie zwischen Städten wie Budapest, Wien, Hannover und Stuttgart pendeln lässt. Neil Barry Moss, der Operngesang, Musik- und Theaterwissenschaften in Kapstadt studiert und einen Master-Studiengang in Regie und Dramaturgie absolviert hat, erzählte begeistert von seinem Theaterleben, das immer sehr abwechslungsreich ist. Berit Rufenach, Geigerin im Staatsorchester, plauderte über Dirigenten, Aufführungen und Proben und erzählte sehr anschaulich über ihre Ausbildung. Der Bass Yannick Spanier freut sich auf die kommende Spielzeit, denn er wird auch dem zukünftigen Ensemble angehören. Clara Kunzke aus dem Staatsopernchor erzählte, wie sie sich neben den Herausforderungen bei Opernaufführungen ihrem weiteren Studium widmet, und Mohsen Rashidkhan, ebenfalls aus dem Staatsopernchor, engagiert sich neben seiner Tätigkeit im Opernhaus für den „Chor der Nationen“, den er vor einiger Zeit gegründet hat und dessen Leiter er ist.
Es war wieder einmal ein fröhlich-beschwingter Vormittag, und die Gesprächsthemen gingen nicht aus.
Wir freuen uns, dass der Künstlerlunch auch in der nächsten Spielzeit seinen Platz haben wird.

Susanne Weisgerber

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Intendantentreffen der Spielzeit 2018/19

Intendantentreffen am 12. März mit Schulen des TATORT-OPER-Jugendprogramms der GFO: Über die Unabdingbarkeit, dass im Opernhaus immer „der Lappen hochgehen muss“!

Das Besondere am Jugendprogramm TATORT OPER der GFO ist nicht nur, dass die teilnehmenden 140 Schülerinnen und Schüler von zehn Schulen sechs mal in der Saison für nur 10 € in die Oper gehen, sondern dass sie mit Herrn Dr. Klügl und auch Herrn Mannes – sowie in diesem Jahr mit dem Ensemblemitglied Daniel Eggert – über die gemeinsam besuchten Aufführungen diskutieren können. So bekommen die Schülerinnen und Schüler einen einmaligen und intensiven Einblick in die Arbeit an der Staatsoper sowie die Hintergründe zu den gesehenen Inszenierungen. In diesem Jahr war das Intendantentreffen zudem von besonderer Bedeutung, da es das letzte mit Herrn Dr. Klügl und Herrn Mannes war.

Traditionell werden die Diskussionen über die einzelnen Werke von jeweils einer Gruppe durch eine kurze szenische Interpretation eröffnet und so wieder ins Gedächtnis gerufen. Die LEIBNIZSCHULE hat in ihrer szenischen Darstellung von Schneewittchen auf humorvolle Weise hervorgehoben, dass es bei unserer Aufführung ganz plötzlich zu einem Stückwechsel kam, da die ursprünglich angesetzte Vorstellung von König Karotte aufgrund von Erkrankungen nicht gegeben werden konnte. Die TELLKAMPFSCHULE und LUDWIG-WINDTHORST-SCHULE haben gemeinsam das Lied „König in Thule“ gesungen, um an Fausts Verdammnis zu erinnern. Die Zauberflöte wurde durch das RATSGYMNASIUM PEINE vorgestellt, wobei dabei sehr passend die Thematik des Älter- und Reiferwerdens hervorgehoben wurde. Schließlich hat das HANNAH-ARENDT-GYMNASIUM aus Barsinghausen noch pointiert die unterschiedlichen Opernbesucher charakterisiert.

In den anschießenden Diskussionen hat Herr Dr. Klügl u.a. deutlich gemacht, wie schwer der Stückwechsel von König Karotte zu Schneewittchen in unserer Aufführung am 14. November für das gesamte Opernhaus war: So musste Herr Mannes mit seinen Tänzern kurzfristig noch die Choreografie ändern und eine Tänzerin musste aus einer Fortbildung geholt werden. Ziel sei es an jedem Abend, dass der „Lappen [der Vorhang] hochgeht“ und die Vorstellung somit stattfindet, um die Zuschauer nicht zu enttäuschen.

Herr Mannes hob am Ballett hervor, dass Tanztheater insofern eine sehr ungewöhnliche Kunstform sei, in der man als Tänzer in unserer sprachbasierten Welt Gefühle und Denken durch Tanz vermitteln müsse, wobei unsere Gesten und Mimik oft die wahren Gefühle zeigen würden, anders als unsere Worte.

Bei den Gesprächen über Berlioz’ Fausts Verdammnis erklärte Herr Eggert, der im Faust ein „Chief of Happiness“ ist, dass die Opernbühne durchaus ein gefährlicher „Arbeitsplatz“ sei, denn das teilweise starke Rampenlicht, das einen Sänger blenden kann, verhindert, dass man eventuelle Öffnungen im Bühnenboden richtig erkennt. Abschließend betonte Herr Klügl, wie wichtig Oper und Kunst im allgemeinen für die Erweiterung unseres Urteilsvermögens sei, deshalb hat er es auch als seine Aufgabe gesehen, Sehgewohnheiten teilweise zu brechen.

Die GFO bedankt sich an dieser Stelle vielmals bei der Bürgerstiftung, die in diesem Jahr unser Jugendprogramm zum ersten Mal großzügig finanziell unterstützt hat.

Lehrer, die mit ihrer Schule an Programm TATORT OPER der GFO teilnehmen wollen und sechs Vorstellungen in der Saison besuchen möchten, können sich mit dem Leiter des Programms, Herrn Dr. Schmidt, in Kontakt setzen: stephan.schmidt@gbg-seelze.eu.

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GFO im Gespräch mit Laura Berman

GFO-exklusiv: Laura Berman stellt sich den Freunden des Opernhauses vor

250 Opernfreundinnen und -freunde begrüßen die designierte Intendantin der Staatsoper Laura Berman bei einem exklusiven Gespräch im Ballhof Eins.

Am späten Nachmittag des 25. Februar 2019 ist der Zuschauerraum des Ballhof Eins bis auf den letzten Platz besetzt, als Laura Berman, die designierte Intendantin der Staatsoper ab der Spielzeit 2019/20, die Bühne betritt. Sie ist der Einladung der Gesellschaft der Freunde des Opernhauses Hannover e.V. (GFO) gefolgt und möchte mit den Mitgliedern ins Gespräch kommen.

Schon bei der Begrüßung nimmt die gebürtige Amerikanerin das Publikum mit ihrer offenen und direkten Art für sich ein. Johanna Paulmann-Heinke als Vertreterin des Vorstands und Hans-Peter Möller als Vertreter des Beirats führen durch das anschließende Gespräch. Dabei gelingt es ihnen, Laura Berman einige Gedanken zur künstlerischen und personellen Zukunft des Hauses zu entlocken, allerdings ohne, dass sie bereits jetzt schon vor der offiziellen Pressekonferenz Namen oder konkrete Produktionen („Ross und Reiter“) (be-)nennt. So bleibt es spannend. Allerdings zerstreut sie weitgehend die Sorgen der Hannoveraner um den Fortbestand beliebter Formate wie des Intendantentreffens im Rahmen des GFO-Jugendprogramms Tatort Oper oder der Kinderkonzerte. Auch betont sie, dass Hannover neue Sänger kennenlernen, es aber weiterhin ein festes Ensemble geben wird. Auch insoweit: Es bleibt spannend!

Bis zum Ende dieses besonderen Nachmittags gibt Frau Berman noch zahlreiche persönliche und berufliche Details aus ihrem Leben preis und hat durch diese Offenheit einen wunderbaren Prozess des Kennenlernens angestoßen, der sicherlich in der neuen Spielzeit seine Fortsetzung finden wird.

Laura Berman bedankt sich für den herzlichen Empfang und das große Interesse der Fördermitglieder: „Es ist ein gutes Gefühl als Intendantin nach Hannover zu kommen, und zu wissen, dass man mit offenen Armen empfangen wird und dass das Publikum einem mit Neugier und voller Vorfreude begegnet.“

Johanna Paulmann-Heinke vom GFO-Vorstand meint anschließend: „Wir freuen uns auf weitere anregende Dialoge mit Frau Berman und schauen gespannt und neugierig in die Zukunft, an der die GFO weiterhin aktiv teilhaben wird.“

Hans-Peter Möller fügt hinzu: „Wir können gespannt sein auf ein Programm, das das gesamte Repertoire von der Barockmusik bis zur zeitgenössischen Musik abdecken und zusätzlich eine weitere Verzahnung mit Ballett und Schauspielhaus beinhalten dürfte.“

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GFO-Stammtisch

GFO-Stammtisch am 7. Januar 2019 im Meiers Lebenslust

© Dieter Gebhardt

Mit großer Freude begrüßten wir zum GFO-Stammtisch dieses Mal mit Intendant Dr. Michael Klügl, dem Bariton Stefan Adam, dem Schlagzeuger Oliver Schmidt und der Flötistin Birgit Schwab sowie Martina Asmus, der Leiterin des Vorderhauspersonals, in Begleitung ihrer Mitarbeiterinnen Dörte Hansen und Petra Zersen besonders viele Gäste aus dem Opernhaus.

Nach dem Essen und lebhaften Einzelgesprächen berichteten unsere Gäste von ihrer Arbeit an der Staatsoper. Herr Dr. Klügl antwortete auf die Frage, ob er schon mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf das letzte Halbjahr in Hannover blicke, dass er dazu noch gar keine Zeit habe. Es stehe noch viel Arbeit an. Auch für die Zeit danach sind noch keine festen Pläne in Sicht. Lediglich einen Wunsch möchte er sich ganz schnell erfüllen: einen Urlaub auf Sizilien außerhalb der Hauptsaison. Herr Adam schilderte sehr anschaulich, die Sicherheitseinweisung, welche die Sänger erhielten, um die Elektrowagen bei Wie es euch gefällt zu fahren. Das Ehepaar Birgit Schwab und Oliver Schmidt berichtete über ein Auslandsjahr in Neuseeland. Seitdem wissen beide das Kulturleben und -angebot in Deutschland besonders zu schätzen. Man denke nur an die soziale Absicherung. Die Damen des Vorderhauspersonals, Frau Asmus, Frau Hansen und Frau Zersen führten uns sehr lebhaft vor Augen, welche vielfältigen Aufgaben sie an der Oper erfüllen: Einlasskontrolle, Programmverkauf, Platzanweisung, Betreuung von Gästen mit Handicaps, Sicherheitsvorkehrungen, Fundsachen, Proben zur schnellen Räumung des Hauses im Notfall. Diese Aufzählung zeigt wieder einmal, wie wichtig die Menschen „hinter der Bühne“ sind.

Angeregt unterhielten sich die Gäste und die Opernfreunde weiter, bis auch dieser schöne Abend sich schließlich dem Ende zuneigen musste. An diesem Abend war die Stimmung im Welfensaal eine ganz besondere, jeder Einzelne hatte seinen Anteil daran. Ich hoffe, alle Anwesenden sind ebenso zufrieden nach Hause gegangen, wie ich.

Wenn auch Sie einmal näher Kontakt zu Künstlern und Mitarbeitern der Staatsoper haben wollen, dann besuchen sie doch den nächsten GFO-Stammtisch am 3. Juni 2019. Gäste sind herzlich willkommen. Vielen Dank auch an das Service-Team des Meiers Lebenslust für die freundliche und herzliche Bewirtung.

Gabriele Warda

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Schülerkritiken 2018/19

Schneewittchen am 14. November 2018

Am Mittwoch, den 14. November 2018, besuchten Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgänge der IGS Roderbruch das Ballett Schneewittchen in der Staatsoper Hannover. Ich selbst war noch nie in einer Oper, da ich erst vor zwei Jahren aus Nigeria nach Deutschland gekommen bin.

Der Ballettdirektor Jörg Mannes verschaffte uns einen anderen Blick auf eine ganz neue Version von Schneewittchen, deren altes Image als sündenfreies und naives Mädchen gegen das einer modernen,
heranwachsenden jungen Frau ausgetauscht wurde. Die Musik im Hintergrund wurde während des ganzen Stückes immer an die Szenarien angepasst, wodurch die Emotionen der Darsteller noch besser zu Geltung kamen. Mein Eindruck war es, dass die Musik eine Mischung aus der heutigen und der romantischen Epoche war. Es war generell ein wirklich interessantes Ballett, was ich so nicht erwartet hatte. Natürlich war mir das Märchen von Schneewittchen bekannt, jedoch war ich so gefesselt von der neuen Version, dass ich immer aufs Neue überrascht wurde und mich fragte, was wohl als Nächstes passieren würde. In der Pause nach dem 1.Akt unterhielten wir uns aufgeregt untereinander und tauschten unsere Ideen aus, was wohl versucht wurde, in bestimmten Szenen den Zuschauern tänzerisch zu erzählen.

Das Opernhaus schien mir voll gewesen zu sein. Die Mehrheit der Zuschauer schien elegant, schon fast festlich gekleidet zu sein. Von Kinder bis zu Senioren waren alle Altersgruppen erschienen, diese Feststellung ließ einerseits den Gedanken zu, dass das Stück etwas für alle war, anderseits jedoch bin ich mir ziemlich sicher, dass die Mehrheit der anwesenden Kinder ein Fragezeichen in den Köpfen hatte, was manche Szenen zu bedeuten hatten.

Die Vorstellung dauerte knapp zwei Stunden, wobei ich noch viel länger ausgehalten hätte, da ich gefühlt gar nicht mehr aus diesem Ballett raus kam, ich hoffte innerlich auf eine Zugabe, jedoch war mir bewusst, dass die Tänzer bestimmt erschöpft waren und sich das eventuell nicht leisten konnten. Ihre tänzerische Begabung war sehr schön anzusehen, man spürte die Spannung, und das Interesse am Ballett schien nie auszugehen.

Als persönliches Fazit bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich viel öfter mal ein Ballett besuchen möchte, sei es durch ein Schulprojekt oder außerhalb der Schule. Zusätzlich bin ich auch zu dem Entschluss gekommen, meine nachkommende Generation (meine Kinder) in die Ballettwelt eintauchen zu lassen, damit mit etwas Glück auch sie an der musikalischen und tänzerischen Welt Freude empfinden können. Im Ganzen bin ich positiv überrascht und finde, dass das Vorurteil Oper sei altmodisch, nicht gerechtfertigt ist. Sie geht mit der Zeit!

Dovenam (IGS Roderbruch, Jahrgang 11)

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