Künstlerlunch im Luisenhof

Künstlerlunch im Luisenhof

Zum zweiten Künstlerlunch dieser Spielzeit am 28. April 2019 waren wieder 45 GFO-Mitglieder gekommen, um sich mit Künstlern des Opernhauses bei leckerem Essen auszutauschen und Neues über den Beruf des Sängers, Musikers oder Regisseurs zu erfahren.
Karine Babajanyan war der Einladung gefolgt und berichtete lebhaft von ihrem Sängerinnenberuf, der sie zwischen Städten wie Budapest, Wien, Hannover und Stuttgart pendeln lässt. Neil Barry Moss, der Operngesang, Musik- und Theaterwissenschaften in Kapstadt studiert und einen Master-Studiengang in Regie und Dramaturgie absolviert hat, erzählte begeistert von seinem Theaterleben, das immer sehr abwechslungsreich ist. Berit Rufenach, Geigerin im Staatsorchester, plauderte über Dirigenten, Aufführungen und Proben und erzählte sehr anschaulich über ihre Ausbildung. Der Bass Yannick Spanier freut sich auf die kommende Spielzeit, denn er wird auch dem zukünftigen Ensemble angehören. Clara Kunzke aus dem Staatsopernchor erzählte, wie sie sich neben den Herausforderungen bei Opernaufführungen ihrem weiteren Studium widmet, und Mohsen Rashidkhan, ebenfalls aus dem Staatsopernchor, engagiert sich neben seiner Tätigkeit im Opernhaus für den „Chor der Nationen“, den er vor einiger Zeit gegründet hat und dessen Leiter er ist.
Es war wieder einmal ein fröhlich-beschwingter Vormittag, und die Gesprächsthemen gingen nicht aus.
Wir freuen uns, dass der Künstlerlunch auch in der nächsten Spielzeit seinen Platz haben wird.

Susanne Weisgerber

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Intendantentreffen der Spielzeit 2018/19

Intendantentreffen am 12. März mit Schulen des TATORT-OPER-Jugendprogramms der GFO: Über die Unabdingbarkeit, dass im Opernhaus immer „der Lappen hochgehen muss“!

Das Besondere am Jugendprogramm TATORT OPER der GFO ist nicht nur, dass die teilnehmenden 140 Schülerinnen und Schüler von zehn Schulen sechs mal in der Saison für nur 10 € in die Oper gehen, sondern dass sie mit Herrn Dr. Klügl und auch Herrn Mannes – sowie in diesem Jahr mit dem Ensemblemitglied Daniel Eggert – über die gemeinsam besuchten Aufführungen diskutieren können. So bekommen die Schülerinnen und Schüler einen einmaligen und intensiven Einblick in die Arbeit an der Staatsoper sowie die Hintergründe zu den gesehenen Inszenierungen. In diesem Jahr war das Intendantentreffen zudem von besonderer Bedeutung, da es das letzte mit Herrn Dr. Klügl und Herrn Mannes war.

Traditionell werden die Diskussionen über die einzelnen Werke von jeweils einer Gruppe durch eine kurze szenische Interpretation eröffnet und so wieder ins Gedächtnis gerufen. Die LEIBNIZSCHULE hat in ihrer szenischen Darstellung von Schneewittchen auf humorvolle Weise hervorgehoben, dass es bei unserer Aufführung ganz plötzlich zu einem Stückwechsel kam, da die ursprünglich angesetzte Vorstellung von König Karotte aufgrund von Erkrankungen nicht gegeben werden konnte. Die TELLKAMPFSCHULE und LUDWIG-WINDTHORST-SCHULE haben gemeinsam das Lied „König in Thule“ gesungen, um an Fausts Verdammnis zu erinnern. Die Zauberflöte wurde durch das RATSGYMNASIUM PEINE vorgestellt, wobei dabei sehr passend die Thematik des Älter- und Reiferwerdens hervorgehoben wurde. Schließlich hat das HANNAH-ARENDT-GYMNASIUM aus Barsinghausen noch pointiert die unterschiedlichen Opernbesucher charakterisiert.

In den anschießenden Diskussionen hat Herr Dr. Klügl u.a. deutlich gemacht, wie schwer der Stückwechsel von König Karotte zu Schneewittchen in unserer Aufführung am 14. November für das gesamte Opernhaus war: So musste Herr Mannes mit seinen Tänzern kurzfristig noch die Choreografie ändern und eine Tänzerin musste aus einer Fortbildung geholt werden. Ziel sei es an jedem Abend, dass der „Lappen [der Vorhang] hochgeht“ und die Vorstellung somit stattfindet, um die Zuschauer nicht zu enttäuschen.

Herr Mannes hob am Ballett hervor, dass Tanztheater insofern eine sehr ungewöhnliche Kunstform sei, in der man als Tänzer in unserer sprachbasierten Welt Gefühle und Denken durch Tanz vermitteln müsse, wobei unsere Gesten und Mimik oft die wahren Gefühle zeigen würden, anders als unsere Worte.

Bei den Gesprächen über Berlioz’ Fausts Verdammnis erklärte Herr Eggert, der im Faust ein „Chief of Happiness“ ist, dass die Opernbühne durchaus ein gefährlicher „Arbeitsplatz“ sei, denn das teilweise starke Rampenlicht, das einen Sänger blenden kann, verhindert, dass man eventuelle Öffnungen im Bühnenboden richtig erkennt. Abschließend betonte Herr Klügl, wie wichtig Oper und Kunst im allgemeinen für die Erweiterung unseres Urteilsvermögens sei, deshalb hat er es auch als seine Aufgabe gesehen, Sehgewohnheiten teilweise zu brechen.

Die GFO bedankt sich an dieser Stelle vielmals bei der Bürgerstiftung, die in diesem Jahr unser Jugendprogramm zum ersten Mal großzügig finanziell unterstützt hat.

Lehrer, die mit ihrer Schule an Programm TATORT OPER der GFO teilnehmen wollen und sechs Vorstellungen in der Saison besuchen möchten, können sich mit dem Leiter des Programms, Herrn Dr. Schmidt, in Kontakt setzen: stephan.schmidt@gbg-seelze.eu.

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GFO im Gespräch mit Laura Berman

GFO-exklusiv: Laura Berman stellt sich den Freunden des Opernhauses vor

250 Opernfreundinnen und -freunde begrüßen die designierte Intendantin der Staatsoper Laura Berman bei einem exklusiven Gespräch im Ballhof Eins.

Am späten Nachmittag des 25. Februar 2019 ist der Zuschauerraum des Ballhof Eins bis auf den letzten Platz besetzt, als Laura Berman, die designierte Intendantin der Staatsoper ab der Spielzeit 2019/20, die Bühne betritt. Sie ist der Einladung der Gesellschaft der Freunde des Opernhauses Hannover e.V. (GFO) gefolgt und möchte mit den Mitgliedern ins Gespräch kommen.

Schon bei der Begrüßung nimmt die gebürtige Amerikanerin das Publikum mit ihrer offenen und direkten Art für sich ein. Johanna Paulmann-Heinke als Vertreterin des Vorstands und Hans-Peter Möller als Vertreter des Beirats führen durch das anschließende Gespräch. Dabei gelingt es ihnen, Laura Berman einige Gedanken zur künstlerischen und personellen Zukunft des Hauses zu entlocken, allerdings ohne, dass sie bereits jetzt schon vor der offiziellen Pressekonferenz Namen oder konkrete Produktionen („Ross und Reiter“) (be-)nennt. So bleibt es spannend. Allerdings zerstreut sie weitgehend die Sorgen der Hannoveraner um den Fortbestand beliebter Formate wie des Intendantentreffens im Rahmen des GFO-Jugendprogramms Tatort Oper oder der Kinderkonzerte. Auch betont sie, dass Hannover neue Sänger kennenlernen, es aber weiterhin ein festes Ensemble geben wird. Auch insoweit: Es bleibt spannend!

Bis zum Ende dieses besonderen Nachmittags gibt Frau Berman noch zahlreiche persönliche und berufliche Details aus ihrem Leben preis und hat durch diese Offenheit einen wunderbaren Prozess des Kennenlernens angestoßen, der sicherlich in der neuen Spielzeit seine Fortsetzung finden wird.

Laura Berman bedankt sich für den herzlichen Empfang und das große Interesse der Fördermitglieder: „Es ist ein gutes Gefühl als Intendantin nach Hannover zu kommen, und zu wissen, dass man mit offenen Armen empfangen wird und dass das Publikum einem mit Neugier und voller Vorfreude begegnet.“

Johanna Paulmann-Heinke vom GFO-Vorstand meint anschließend: „Wir freuen uns auf weitere anregende Dialoge mit Frau Berman und schauen gespannt und neugierig in die Zukunft, an der die GFO weiterhin aktiv teilhaben wird.“

Hans-Peter Möller fügt hinzu: „Wir können gespannt sein auf ein Programm, das das gesamte Repertoire von der Barockmusik bis zur zeitgenössischen Musik abdecken und zusätzlich eine weitere Verzahnung mit Ballett und Schauspielhaus beinhalten dürfte.“

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GFO-Stammtisch

GFO-Stammtisch am 7. Januar 2019 im Meiers Lebenslust

© Dieter Gebhardt

Mit großer Freude begrüßten wir zum GFO-Stammtisch dieses Mal mit Intendant Dr. Michael Klügl, dem Bariton Stefan Adam, dem Schlagzeuger Oliver Schmidt und der Flötistin Birgit Schwab sowie Martina Asmus, der Leiterin des Vorderhauspersonals, in Begleitung ihrer Mitarbeiterinnen Dörte Hansen und Petra Zersen besonders viele Gäste aus dem Opernhaus.

Nach dem Essen und lebhaften Einzelgesprächen berichteten unsere Gäste von ihrer Arbeit an der Staatsoper. Herr Dr. Klügl antwortete auf die Frage, ob er schon mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf das letzte Halbjahr in Hannover blicke, dass er dazu noch gar keine Zeit habe. Es stehe noch viel Arbeit an. Auch für die Zeit danach sind noch keine festen Pläne in Sicht. Lediglich einen Wunsch möchte er sich ganz schnell erfüllen: einen Urlaub auf Sizilien außerhalb der Hauptsaison. Herr Adam schilderte sehr anschaulich, die Sicherheitseinweisung, welche die Sänger erhielten, um die Elektrowagen bei Wie es euch gefällt zu fahren. Das Ehepaar Birgit Schwab und Oliver Schmidt berichtete über ein Auslandsjahr in Neuseeland. Seitdem wissen beide das Kulturleben und -angebot in Deutschland besonders zu schätzen. Man denke nur an die soziale Absicherung. Die Damen des Vorderhauspersonals, Frau Asmus, Frau Hansen und Frau Zersen führten uns sehr lebhaft vor Augen, welche vielfältigen Aufgaben sie an der Oper erfüllen: Einlasskontrolle, Programmverkauf, Platzanweisung, Betreuung von Gästen mit Handicaps, Sicherheitsvorkehrungen, Fundsachen, Proben zur schnellen Räumung des Hauses im Notfall. Diese Aufzählung zeigt wieder einmal, wie wichtig die Menschen „hinter der Bühne“ sind.

Angeregt unterhielten sich die Gäste und die Opernfreunde weiter, bis auch dieser schöne Abend sich schließlich dem Ende zuneigen musste. An diesem Abend war die Stimmung im Welfensaal eine ganz besondere, jeder Einzelne hatte seinen Anteil daran. Ich hoffe, alle Anwesenden sind ebenso zufrieden nach Hause gegangen, wie ich.

Wenn auch Sie einmal näher Kontakt zu Künstlern und Mitarbeitern der Staatsoper haben wollen, dann besuchen sie doch den nächsten GFO-Stammtisch am 3. Juni 2019. Gäste sind herzlich willkommen. Vielen Dank auch an das Service-Team des Meiers Lebenslust für die freundliche und herzliche Bewirtung.

Gabriele Warda

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Schülerkritiken 2018/19

Schneewittchen am 14. November 2018

Am Mittwoch, den 14. November 2018, besuchten Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgänge der IGS Roderbruch das Ballett Schneewittchen in der Staatsoper Hannover. Ich selbst war noch nie in einer Oper, da ich erst vor zwei Jahren aus Nigeria nach Deutschland gekommen bin.

Der Ballettdirektor Jörg Mannes verschaffte uns einen anderen Blick auf eine ganz neue Version von Schneewittchen, deren altes Image als sündenfreies und naives Mädchen gegen das einer modernen,
heranwachsenden jungen Frau ausgetauscht wurde. Die Musik im Hintergrund wurde während des ganzen Stückes immer an die Szenarien angepasst, wodurch die Emotionen der Darsteller noch besser zu Geltung kamen. Mein Eindruck war es, dass die Musik eine Mischung aus der heutigen und der romantischen Epoche war. Es war generell ein wirklich interessantes Ballett, was ich so nicht erwartet hatte. Natürlich war mir das Märchen von Schneewittchen bekannt, jedoch war ich so gefesselt von der neuen Version, dass ich immer aufs Neue überrascht wurde und mich fragte, was wohl als Nächstes passieren würde. In der Pause nach dem 1.Akt unterhielten wir uns aufgeregt untereinander und tauschten unsere Ideen aus, was wohl versucht wurde, in bestimmten Szenen den Zuschauern tänzerisch zu erzählen.

Das Opernhaus schien mir voll gewesen zu sein. Die Mehrheit der Zuschauer schien elegant, schon fast festlich gekleidet zu sein. Von Kinder bis zu Senioren waren alle Altersgruppen erschienen, diese Feststellung ließ einerseits den Gedanken zu, dass das Stück etwas für alle war, anderseits jedoch bin ich mir ziemlich sicher, dass die Mehrheit der anwesenden Kinder ein Fragezeichen in den Köpfen hatte, was manche Szenen zu bedeuten hatten.

Die Vorstellung dauerte knapp zwei Stunden, wobei ich noch viel länger ausgehalten hätte, da ich gefühlt gar nicht mehr aus diesem Ballett raus kam, ich hoffte innerlich auf eine Zugabe, jedoch war mir bewusst, dass die Tänzer bestimmt erschöpft waren und sich das eventuell nicht leisten konnten. Ihre tänzerische Begabung war sehr schön anzusehen, man spürte die Spannung, und das Interesse am Ballett schien nie auszugehen.

Als persönliches Fazit bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich viel öfter mal ein Ballett besuchen möchte, sei es durch ein Schulprojekt oder außerhalb der Schule. Zusätzlich bin ich auch zu dem Entschluss gekommen, meine nachkommende Generation (meine Kinder) in die Ballettwelt eintauchen zu lassen, damit mit etwas Glück auch sie an der musikalischen und tänzerischen Welt Freude empfinden können. Im Ganzen bin ich positiv überrascht und finde, dass das Vorurteil Oper sei altmodisch, nicht gerechtfertigt ist. Sie geht mit der Zeit!

Dovenam (IGS Roderbruch, Jahrgang 11)

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Schülerkritiken 2018/19

Der Klassiker bekommt eine junge Melodie

Die Zauberflöte – ein Opernklassiker schlechthin, der am 31. Januar 2018 in Hannover mit der neuen Inszenierung von Frank Hilbrich ein weiteres Mal Premiere feierte. Etwa zwei Stunden lang konnten die Zuschauer in die bunte Welt von Mozarts 1791 uraufgeführter Oper eintauchen und sich von der Musik im wahrsten Sinne des Wortes verzaubern lassen.

In den Mittelpunkt setzt Hilbrich die Themen des Erwachsenwerdens und der Kraft der Musik. Ersteres wird bereits zu Beginn sichtbar, als eine Gruppe von circa 20 bunt bekleideten Kindern im Grundschulalter die Bühne betritt und mit zahlreichen Instrumenten das Orchester während der Ouvertüre imitiert. Auch im weiteren Verlauf des Stückes treten die Kinder mehrere Male auf die Bühne, wobei sie eine für die Wirkung wichtige Statistenrolle einnehmen. Jugendsinn kommt ebenfalls auf die Bühne durch Kinderspielzeug, wie beispielsweise eine Stofftierschlange.
All dies erweckt auf den ersten Blick den Anschein, dass die Inszenierung durchaus kinder- und familienfreundlich ist. Jedoch wird dieser Eindruck aufgrund der mehrmaligen Vergewaltigungsversuche von Monostatos, gespielt von Uwe Gottswinter, an Pamina, verkörpert von Athanasia Zöhrer, zerstört. Diese Szenen wären in dieser Form nicht notwendig gewesen, da sie nicht zwingend zur Handlung beigetragen haben.

Darüber hinaus greift die Kostümierung der Inszenierung auch die Thematik des Erwachsenwerdens auf. Zum einen tragen die Charaktere generell juvenile Kleidungsstücke, wie zum Beispiel eine Lederjacke, die von Pawel Brozek beim Darstellen des Tamino getragen wird, oder das Minikleid der Königin der Nacht, gespielt von Dorothea Maria Marx. Zum anderen wird die Entwicklung Papagenos, dargeboten von Jonas Böhm, durch das sukzessive Ablegen seines Federkleides dargestellt. Nach und nach kommt unter dem etwas albernen Vogelkostüm ein modern gekleideter Mann zum Vorschein, der nun anstatt hier und da Vögel zu fangen, mit Tamino die Prinzessin rettet.
Bei der Bekleidung beweist die Inszenierung Witz, denn auf dem Pullover des Vogelfängers steht in großer Schrift „Rebel Bird“, auf Deutsch Rebell-Vogel.

Alles in allem bringt die Inszenierung von Hilbrich mit bunten Kostümen und jungen Statisten frischen Wind in die altbekannte Oper und unterstreicht damit gelungener Weise die Kernthematik des Erwachsenwerdens. Die Oper ist immer wieder sehenswert und auch für die ganze Familie mit Kindern ab einem gewissen Alter geeignet.

Svea und Anly (Gymnasium Bad Nenndorf, Jahrgang 11)

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Schülerkritiken 2018/19

Die Zauberflöte in der Oper Hannover

Wir eilen zu unseren Plätzen und sind rechtzeitig da, sodass das sich langsam verdunkelnde Licht uns in die geheimnisvolle, aber gleichzeitig auch spielerische Welt der Musik von Mozart begleiten kann.

Der Dirigent gibt das Zeichen und schon erklingt die erste Akkordfolge einer der bedeutendsten Opern der Klassik – Die Zauberflöte! Die jedem bekannte Musik wird durch moderne Kostüme und einen lebendigen Bühnenaufbau begleitet. Manche Elemente der Bühnengestaltung und der Kostüme überraschten uns angesichts der Kreativität und mutigen Modernisierung, andere fanden wir etwas zu modern und nicht sehr zum Inhalt der Oper passend. Trotzdem sollte man anmerken, dass die Oper in Hannover in diesem Merkmal des modernen Bühnenbildes einzigartig ist!

Wir sind sehr dankbar, dass wir die Möglichkeit hatten, Die Zauberflöte zu besuchen, da es unbestreitbar ein einzigartiges Erlebnis ist, sich die klassische Oper live anzuschauen und sich von der wunderschönen Wiedergabe der bekannten Musik und von den kreativen Ideen für Kostüme und Bühnenbild begeistern zu lassen.

Insbesondere die Inszenierung der Auftritte der Königin der Nacht, immer begleitet von einem großen Spiegel, war ein besonderes Erlebnis. Die ernsten, dramatischen Momente der Oper wurden weniger mit Farbe, als vielmehr mit dem Spiel von Licht und Schatten betont; die Auftritte der Kinderstatisterie der Oper Hannover als Tiere hingegen wurden in aller Buntheit gefeiert und trugen zu den heiteren Momenten der Zauberflöte bei.

Insofern war der teilweise schnell anmutende Gegensatz zwischen bunten Paletten und schwarz-weißer Monotonie durchaus eine Bereicherung für diesen zeitlosen Klassiker. Insgesamt war die Inszenierung sehr gelungen und lässt den Zuschauer dieses oft interpretierte Meisterwerk in einem neuen Blickwinkel sehen.

Elena (Gymnasium Bad Nenndorf, Jahrgang 11)

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Video “BABbEL”

Am 9. Januar 2019 feierte im Ballhof Zwei die Musiktheaterproduktion “BABbEL” von Paula Fünfeck für Kinder ab 5 Jahren Premiere.
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Video “Was ihr wollt”

Am 8. Dezember 2018 feierte Manfred Trojahns Oper “Was ihr wollt” in der Inszenierung von Balázs Kovalik an unserem Opernhaus Premiere.

Hier der Link zu einem ersten Video der Produktion: Zum Video

Und hier noch der Link zu einer längeren Version ergänzt um weitere Hintergrundinfos: Zum Video

In der HAZ vom 10.12.18 schreibt Stefan Arndt dazu:

Noch bevor der erste Ton erklingt, lässt sich ahnen, dass dies ein interessanter Abend werden könnte. Als der Vorhang den Blick auf die Bühne freigibt, geht ein überrascht staunendes Raunen durch den Zuschauerraum der Staatsoper. Hermann Feuchter hat für Manfred Trojahns 1998 uraufgeführte Oper „Was ihr wollt“ weniger ein Bühnenbild als eine spektakuläre Installation gebaut. […]
Der Komponist versetzt die ursprüngliche Komödie in einen Zustand der permanenten Erregung. Die Musiker des Staatsorchesters haben dafür eine Notenmenge zu bewältigen, die sonst für einen ganzen Monat reicht. Wie ein Schwarm Kolibris schwirren und sirren aberwitzige Läufe zwischen Streichern und Bläsern hin und her. Wenn an einer Stelle für einen Moment Ruhe einkehrt, fliegen die Töne andernorts nur umso gehetzter wieder auf. Dirigent Mark Rohde bewahrt dabei mit staunenswerter Gelassenheit die Übersicht – und die Musiker lösen ihre nicht immer dankbaren Aufgaben mit echter Brillanz. […]
Im Schatten des Kistenbaums entfaltet seine Inszenierung darüber hinaus immer wieder auch eine melancholische Poesie, die der eher auf gut geschmierte Theatermechanik gerichteten Partitur manchmal fehlt. So ergibt sich eine ebenso hörens- wie sehenswerte Produktion mit sehr guten Sängern, […]

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GFO jetzt auch auf Facebook

Als GFO gehen wir nicht nur künstlerisch mit der Zeit, auch im digitalen Zeitalter sind wir längst angekommen. Neben der GFO-Website sind wir im Internet nun auch mit einer eigenen Seite auf Facebook vertreten. Diese ist aufrufbar unter https://www.facebook.com/GFOHannover/ oder Sie klicken einfach auf das Facebook-Symbol über den aktuellen Meldungen auf der rechten Seite und werden direkt auf die Seite weitergeleitet.

Wir freuen uns auf einen regen Austausch über Kunst und Kultur mit vielen alten und neuen Freundinnen und Freunden unseres Opernhauses. Wenn Sie selbst über einen Facebook-Account verfügen oder einen solchen anlegen möchten, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie das Projekt unterstützen, indem Sie die GFO-Seite mit „Gefällt mir“ markieren und auch Ihre Freunde und Bekannten über Facebook dazu einladen, es Ihnen gleich zu tun. Auf diese Weise können wir gemeinsam ein Netzwerk kulturinteressierter Menschen in und über Hannover hinaus schaffen, in dem ein reger Austausch stattfindet und über das dann auch neue Mitglieder den Weg zu uns finden können.

Friederike Schlömer

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