HAPPY NEW YEAR!!!

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Schülerkritiken 2016/17

Club Figaro: Unscheinbar scheinbar
(von Charlotte M.A. Walter; Gymnasium Bad Nenndorf)

Man erwartete eine Neufassung von Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“, welche schon mit neuem Namen „Club Figaro“ deutlich moderner und zeitgemäßer daher kam. Und tatsächlich wurde schon bei der Aufmachung des Programmheftes schnell klar, dass es bunt, laut und keineswegs langweilig werden würde. Ein Stempel des Clubs auf die Hand und die Party konnte steigen. Jede Figur wurde zunächst vorgestellt, allesamt junge Leute, so unscheinbar scheinbar suchend nach Erfüllung, nach der eigenen Identität. Durch unterschiedliche Tanzmoves wurde uns Zuschauern schnell deutlich, was für Charaktere auf der Bühne stehen: Sie sind auf der Suche nach sich selbst oder nach Zufriedenheit, aber auch auf der Suche nach Anerkennung, Akzeptanz und Liebe. Typische Probleme des überwiegend jugendlichen Publikums und damit wird eine gute Verbindung zu diesem hergestellt. Deutsche Texte machen es dem Publikum leicht, die Wünsche und Träume der Figuren zu verstehen. Doch wer genauer hinschaut, bemerkt schnell, dass neben der eigentlichen Haupthandlung rund um Cherubino, einige Nebenhandlungen stattfinden, die die Kulisse realistischer wirken lassen und zum Teil den Zuschauer verführen, nicht der eigentlichen Handlung zu folgen. Aber all diese scheinbaren Nebenhandlungen verknüpfen sich nach und nach mit der Haupthandlung und streben nach Auflösung, nach Antwort für ihre eigenen Zweifel. Erkennbar an den Kostümen wird deutlich, dass jeder in dieser Umgebung eigentlich er selbst ist und eigentlich ganz anders ist, als alle anderen meinen. Daher ist auch die Handlung ständig in Bewegung und lässt der Musik ebenfalls Platz, der Handlung Pfiff zu verpassen. Sie scheint geradezu der lenkende Pol zu sein. Mozarts Musik wird in ein neues, zeitgemäßes Gewand gekleidet. Die Kombination von DJ, Band und kleiner Orchesterbesetzung wirkt zuerst einmal relativ ungewöhnlich und ein bisschen verrückt, aber genau diese Verrücktheit der Zusammensetzung macht diese spannend. Ein Reiz, der Raum bekommt und die Wirkung der Handlung unterstützt und nicht übertüncht. Vielmehr ist es ein Miteinander zwischen den Charakteren und der modern eingefassten Mozart-Kompositionen. Ein bisschen überraschend ist es dann, dass der DJ als Figur selber nur relativ kurz in das Sichtfeld des Zuschauers kommt, die Band hingegen, wie alle anderen Figuren auch, sich aber dauerhaft auf der Bühne aufhält. Da kann sich schnell mal die Frage stellen, ob der DJ im Arrangement von Musik und Darstellung eine minder wichtige Rolle spielt. Dabei trägt er doch maßgeblich zur Modernität des Stückes bei.
In besonderer Erinnerung bleibt wohl jedem das Ende, gerade weil es etwas unerwartet daherkommt. Der finale Trip wirkt so gefährlich wie reizvoll. Ein Figaro, der an den früheren Sido mit Maske und Zylinder erinnert und eckige, silberne Tierköpfe, die sehr abstrakt wirken. Die Choreographie mit klassischen sowie modernen Elementen schafft eine spannende Illusion dieses Endes. Insgesamt schafft es der „Club Figaro“, in der Kürze die Würze zu finden. Die Illusion realitätsnah zu erschaffen und den Zuschauer für eine kurze Zeit mitzunehmen, in einen Club, der die Vielfalt der Gesellschaft darstellt und auch vor dem Aufruf, wählen zu gehen, nicht zurückschreckt. Das Arrangement ist zwar kurzweilig, fasziniert aber durch abwechslungsreiche Kompositionen, die gerade uns Jugendliche ansprechen, aber auch durchaus Mozartfans in ihren Bann ziehen können.

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Schülerkritiken 2017/18

Kritik zu SALOME vom 22.11.

von Marie, Rebecca, Carla, Nina und Antonia (Jg. 12) Tellkampfschule

Salome ist die tragische Geschichte einer jungen Frau, die Opfer ihrer Umstände wird. Stimmlich und instrumental eine außergewöhnliche Oper, die besonders durch die Schlichtheit ihrer Inszenierung besticht: nichts lenkt vom Wesentlichen ab. Dennoch werden die Eigenheiten der Charaktere von treffenden Kostümen und dem Spiel mit Licht und Schatten betont.
Durch eine beeindruckende Leistung des gesamten Ensembles, insbesondere der Hauptdarstellerin Annemarie Kremer, entfaltet sich dem Publikum die vielschichtige Handlung.
All dies verstärkt die emotionale Wirkung vom Wahnsinn Salomes, welcher ihr Schicksal bestimmt. Uns stellt sich die Frage: Welche Missbrauchsgeschehnisse verbergen sich in ihrer Kindheit? Schließlich wirkt sie verloren und ohne moralische Anhaltspunkte.
Ihre Schönheit bringt ihr Ansehen aber auch Leid; in einer Gesellschaft und einer Familie, in der die (sexuelle) Rolle der Frau eine untergeordnete ist, findet Salome ihren Platz nicht. Der Konflikt von Individuum und Gesellschaft, von Täter und Opfer führt zu ihrem geistigen Verfall.
Die Oper ist verstörend – und das ist gut so.

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Schülerkritiken 2017/18

„Liebestrank“ in der Staatsoper Hannover

von Merle Sophie May (10. Klasse, Georg-Büchner-Gymnasium)

Mein erster Besuch im Opernhaus hat mich sehr positiv überrascht. In erster Linie hat mich das Bühnenbild der Oper „Liebestrank“ von Donizetti nachhaltig beeindruckt, weil es viele Funktionen hatte und die Szenerie sehr wandelbar war und in kurzer Zeit mühelos immer wieder anders aufgebaut werden konnte. Die gesangliche Leistung der Sänger fand ich großartig, denn sie konnten die Handlung der Oper gut ausdrücken und den Zuschauern vermitteln. Durch die Untertitel der italienischen Oper konnte ich die Handlung einfach nachvollziehen. Eindrucksvoll für mich war die Mehrstimmigkeit des begleitenden Chores, dessen Klang den ganzen Opernsaal ausfüllte. Das Geschehen des Stückes war lustig, was ich bei einer Oper vorher so gar nicht erwartet hätte. Ich kannte durch meine eigenen Aktivitäten bisher nur Musicalaufführungen und durch den Besuch der Oper, ist jetzt auch mein Interesse für die musikalische Gattung geweckt worden. Mein Fazit ist, dass ein Besuch in der Oper auch etwas für jüngere Leute ist und ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch in der Oper!

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Video GMD Ivan Repušić

»Video GMD Ivan Repušić«

Theater-TV hat ein Video über Generalmusikdirektor Ivan Repušić produziert, auf das wir hier gerne verlinken:
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Video zu “Salome”

»Video zu “Salome”«

Am 19. November 2017 öffnete sich in der Staatsoper Hannover der Vorhang zur Premiere von Richard Strauss’ Oper “Salome”
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GFO-Künstlerlunch am 19. November 2017 im Luisenhof

»GFO-Künstlerlunch am 19. November 2017 im Luisenhof«

Es war wieder einmal so weit: 40 GFO-Mitglieder trafen sich mit Künstlern der Staatsoper bei leckerem Essen und guten Gesprächen.

So konnten wir wieder einige sehr sympathische Künstler begrüßen: die beiden Tenöre Simon Bode und Uwe Gottswinter, die am Abend zuvor bei der beeindruckenden Premiere der „Salome“ auf der Bühne gestanden hatten, die beiden Kapellmeister Valtteri Rauhalammi und Daniel Klein, die Bratschistin Cordula Schulz-Wick sowie die Chorsänger/-innen Sarah Kelemen-Gottswinter, Melanie Xu und Frank Domnick. Das Ehepaar Kelemen-Gottswinter hatte zur Freude aller die zweijährige Tochter Melinda mitgebracht.

Durch diese Veranstaltungen mit den Künstlern erfahren wir GFO-Mitglieder immer wieder viel aus der Welt der Oper, hören, was die Sänger und Orchestermusiker umtreibt, und kommen ganz einfach miteinander ins Gespräch. Es hat wieder einmal viel Spaß gemacht. Die Stimmung war großartig.

Der nächste Künstlerlunch findet im kommenden Jahr, am 3. Juni 2018, statt. Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

Susanne Weisgerber

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40 Jahre GFO und Auszeichnung der Produktion „Lot“ mit dem GFO-Wanderpreis

»40 Jahre GFO und Auszeichnung der Produktion „Lot“ mit dem GFO-Wanderpreis«

Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover hat nicht nur herausragende künstlerische Leistungen im Bereich des Musiktheaters zu bieten, viele ihrer Bürger setzen sich engagiert für den Erhalt dieser Musiktheaterkultur ein.

Wie in jeder Spielzeit haben die Mitglieder der Gesellschaft der Freunde des Opernhauses Hannover e.V. (GFO) abgestimmt und die beste Neuinszenierung der vorangegangenen Spielzeit gewählt. Für die Spielzeit 2016/17 hat die Uraufführung von Battistellis Oper „Lot“ die meisten Stimmen erhalten und wird mit dem GFO-Wanderpreis ausgezeichnet. Unter der Regie von Frank Hilbrich und der musikalischen Leitung von Mark Rohde ist dem Ensemble des Opernhauses mit „Lot“ eine ganz besondere Opernproduktion gelungen, die auf allen Ebenen überzeugt hat. Der GFO-Vorstand gratuliert den Beteiligten herzlich.

Die Überreichung des GFO-Wanderpreises findet am Mittwoch, den 4. Oktober 2017 statt. Da es leider in der aktuellen Spielzeit keine Wiederaufnahme der Siegerproduktion „Lot“ geben wird, soll der Wanderpreis in diesem Jahr im Anschluss an die vorletzte Vorstellung von Hans Werner Henzes Oper „Der junge Lord“ überreicht werden. Es freut uns besonders, dass auf diese Weise unter anderem auch Franz Mazura, einer der wohl ältesten aktiven Opernsänger (Jahrgang 1924!) dabei sein kann, um gemeinsam mit den anderen Künstlerinnen und Künstlern die Auszeichnung entgegenzunehmen. In „Der junge Lord“ spielt er aktuell als Sir Edgar und hat zuvor auch die Produktion „Lot“ in der Rolle des Abraham entscheidend mitgeprägt.

Die 1977 gegründete GFO, die seither in jeder Spielzeit mehrere Produktionen fördert und darüber hinaus ein umfangreiches Jugendprogramm unterhält, erscheint im Vergleich zu solchen Veteranen des Musiktheaters beinahe jung. Nichtsdestotrotz blickt der Förderverein der Staatsoper Hannover nunmehr auf 40 Jahre Vereinsgeschichte zurück, in der sich kunst- und kulturinteressierte Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt einer hochkarätigen Musiktheaterkultur in Hannover eingesetzt haben. Das 40-jährige Bestehen der GFO werden wir an diesem Abend im Anschluss an Vorstellung und Preisübergabe im Marschnersaal feiern.


Fotos und Copyright: Inga Schönfeldt

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Video zu “Der junge Lord”

»Video zu “Der junge Lord”«

Die neue Spielzeit ist eröffnet!
Hier der Link zu einem Video zu der Eröffnungspremiere:
Hans Werner Henzes Oper “Der junge Lord”.
Premiere der Inszenierung am 2. September 2017
Zum Video

Und hier noch der Link zu einer längeren Version: Zum Video

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Ausflug nach Hildesheim

»Ausflug nach Hildesheim«

Am Samstag, den 10. Juni 2017 trafen sich 14 gut gelaunte Opernfreunde bei phantastischem Wetter zu einem gemeinsamen Ausflug nach Hildesheim. Diese Nachbarstadt Hannovers ist besonders für ihre Kirchen berühmt. Die UNESCO würdigte dies, indem sie die Kirche St. Michaelis und den Mariendom 1985 gemeinsam zu Weltkulturerbe erklärte. Bei einer kurzweiligen Stadtführung konnten wir unter anderem diese Stätten besichtigen und viel Interessantes aus Jahrhunderten Stadtgeschichte erfahren. Herzlichen Dank an Frau Kiesel für die spannenden Einblicke!

Fotos und Copyright: Susanne Weisgerber

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